Allianz holt Harry Kane als Markenbotschafter

Harry Kane unterschrieb beim FC Bayern einen Vertrag bis 2027 und erhält pro Jahr ein kolportiertes Gehalt von 25 Millionen Euro. (Bildquelle: Allianz)

Harry Kane wechselte 2023 für rund 100 Mio. Euro von Tottenham an die Isar. Bayern ist seine erste Auslandsstation und gleich nach der ersten Saison engagiert ihn die Allianz als globalen Markenbotschafter. Warum? Dass er aus England kommt und dort lange spielte, dürfte eine große Rolle gespielt haben. Außerdem ergibt der Deal kurz vor dem EM durchaus Sinn.

Die Buchmacher tendieren dazu, England bei der EM zu favorisieren, hinter Frankreich und Deutschland. Demnach gäbe es keine bessere Werbung für die Allianz, wenn der englische Nationalspieler Harry Kane die Trophäe im EM-Finale hochhalten würde. Denn der Münchner Versicherer verkündet zwei Tage vor EM-Start, dass Harry Kane in den kommenden Jahren als globaler Markenbotschafter für die Allianz agieren wird. Beide Seiten werden „an globalen Marketingaktivierungen arbeiten, um die nächste Generation zu begeistern“, heißt es in einer Mitteilung.

Harry Kane unterschrieb 2023 einen Vierjahresvertrag bei den Bayern, er erhält pro Jahr ein kolportiertes Gehalt von 25 Millionen Euro. Er gilt als gut vermarktbar, bodenständig und freundlich, heißt es stets aus seinem Umfeld. Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte den Stürmer bei der Jahreshauptversammlung zuletzt als „Sportstar und Gentleman“ bezeichnet.

Eine große Rolle dürften dabei wohl seine Englischkenntnisse gespielt haben. Ohne Probleme kann er somit auf der ganzen Welt für die Allianz kommunizieren. Für einen deutschen Nationalspieler, die die Bayern reichlich im Kader haben, gilt das nicht unbedingt. Auch die vielen ausländischen Top-Spieler die Bayern hatte, zahlreiche Brasilianer, der Franzose Frank Ribery oder der Niederländer Arjen Robben würden nicht ganz in das Schema passen – in manchen Bereichen waren sie stets zu polarisierend. Ein Hätte Toni Kroos mit Bayern so viele Champions-League-Titel wie mit Real Madrid gewonnen, dann hätte die Allianz ihn wohl gleich engagiert.

Auch spricht für Kane, dass er jahrelang in der englischen Premiere League gespielt hat und somit international stark bekannt ist. Denn die dortigen Spiele werden in alle wesentlichen europäischen, amerikanischen, asiatischen, arabischen und pazifischen Länder übertragen. Die Premier League verdient Milliarden und setzt mehr im Ausland um als auf dem Heimatmarkt.

Offiziell führt die Allianz, die zu 8,33 Prozent an der Bayern München AG beteiligt ist, ganz andere Gründe für die Wahl von Kane an. Er sei ein aktiver Investor und setz sich für mentale Gesundheit ein. „Er gründete im Oktober 2022 die „Harry Kane Foundation“ (HKF) mit dem langfristigen Ziel, die Einstellung einer ganzen Generation bezüglich mentaler Gesundheit zu verändern.“ Es wird sogar betont, dass Kane in München wohnt, wo auch die Allianz ihren Hauptsitz hat – „auch aus diesem Grund passt diese neue Partnerschaft perfekt“. Im Grunde trifft das eigentlich auf jeden Bayern-Spieler zu, der je für den Verein gespielt hat.

Autor: VW-Redaktion

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