Thinksurance-Manager Sven Schönfeld: “Ganz automatisieren lässt sich die Kommunikation im Vertrieb nicht”

Sven Schönfeld, Chief Sales Officer bei Thinksurance. Quelle: Thinksurance

Dank der Zusammenführung aller relevanten Kanäle und aktuellen Informationsstände ermöglichen neue Technologien eine integrierte und effiziente Beratung von Gewerbe- und Industriekunden. Wie das funktioniert, erklärt Sven Schönfeld, Chief Sales Office bei Thinksurance im Gastbeitrag.

Brief, Outlook, Telefon, MVP, Antragsstrecken und Portale von Versicherern, Intra- und Extranets und leider auch immer noch das Fax: Die tägliche Beratungsarbeit von Maklern läuft über verschiedenste Kanäle und Wege. Es herrscht Kanalchaos. Doch moderne Technologien schaffen es, alle Marktteilnehmer in einer Umgebung zusammenzubringen, strukturierte Arbeits- und Kommunikationsprozesse sicherzustellen und Informationen klug und immer aktuell zu vernetzen. So entstehen Win-Win-Situationen für alle Beteiligten.

Die Vielzahl (digitaler) Kommunikationswege ist in diesen Tagen so groß wie nie zuvor. Und sie erfreuen sich reger Nutzung: Denn Kunden erwarten heutzutage selbstverständlich, jederzeit über einen Kanal ihrer Wahl in den Dialog mit ihrem Berater und Vermittler einzusteigen. In einer im Anfang des Jahres publizierten Studie hat die Unternehmensberatung McKinsey herausgefunden, dass mittlerweile nur noch etwa ein Drittel der Interaktionen direkt und persönlich stattfindet. Zwei Drittel passiert über digitale Kanäle. Doch genau das kann schnell zu einer Kommunikation ohne Struktur und Verknüpfung führen. Denn die für den jeweiligen Kunden relevante Informationen kommen auf den unterschiedlichsten Wegen zum Makler und müssen dort mit großem Aufwand manuell sortiert und dokumentiert werden. Das Ergebnis: träge, unübersichtliche und damit letztlich ineffiziente Prozesse – mit nicht immer aktuellen Informationsständen.

Ordnung schaffen mit intelligenten Lösungen

Die gute Nachricht: Moderne Technologielösungen sind dank ihrer Vernetzung mit allen am Prozess Beteiligten und bester technologischer Anbindungsoptionen in der Lage, Ordnung ins Chaos zu bringen. Dies gelingt, indem sie nicht nur einen bestehenden analogen Kanal ersetzen, etwa wie das per E-Mail versandte PDF, die per Post versandte und gedruckte Police. Vielmehr geht es darum, die Anforderungen und Möglichkeiten von Vermittlern von Grund auf neu zudenken. Um es bildlich zu beschreiben: Es geht nicht darum, einen digitalen Weg zu finden, einen Nagel in eine Wand zu hämmern, an dem ein Bild hängen soll. Es geht darum, die Befestigung des Bildes an der Wand neu zu erfinden. Und dabei eröffnen digitale Technologien mannigfaltige Möglichkeiten mit zahlreichen positiven Effekten.

Für den Vermittlermarkt heißt das: Es braucht kein neues Kommunikations-, sondern ein Beratungstool, das in der Breite und bei bestmöglich allen Marktteilnehmern funktioniert. Nur so gelingt es, manuelle Aufwände zu reduzieren, mehr Zeit zu verschaffen und Informationen und Daten stets aktuell zu strukturieren. Kurzum: Nur so gelingt es, Ordnung ins Chaos zu bringen.

Digitale, mit allen relevanten Playern vernetzte und insbesondere intelligente Systeme – im Sinne von Systemen mit Künstlicher Intelligenz – bieten neben der Zusammenführung verschiedenster Kanäle und effizienten Betreuungsmöglichkeiten daher vor allem eines: einen jederzeit aktuellen Informationsstand und konsistente Daten. Zudem ist es wichtig, dass alle für den Makler relevanten Arbeitsschritte miteinander verzahnt sind, um so über den gesamten Beratungsprozess hinweg zu optimieren.

Optimale Kunden- und Vertragsverwaltung

Der Kundendialog ist der Dreh- und Angelpunkt einer jeden erfolgreichen Beratung. Um diesen bestmöglich zu unterstützen sind penibel geführte (digitale) Kundendaten das A und O. Optimalerweise verfügen die Systeme daher auch über Schnittstellen zu allen relevanten MVPs im Markt sowie automatisierte Datenübertragungen. Das sorgt dafür, dass Stammdaten und Verträge stets aktuell und Selbstorganisation und Kundenverwaltung stark vereinfacht sind. Denn nicht nur Daten, sondern auch alle Dokumente – von Protokollen über Bedarfsanalysen, Risikoerfassungen bis hin zu Deckungsaufträgen – werden so automatisch an die jeweiligen MVPs zurückgespielt. Doppelte Dateneingaben gehören damit der Vergangenheit an.

Ganz automatisieren lässt sich die Kommunikation jedoch nicht. Denn jeder Vermittler weiß: Im Beratungsprozess kommt es zu Rückfragen, zum Beispiel seitens des Versicherers bezüglich Risikoinformationen oder seitens des Maklers hinsichtlich konkreter Angebote. Dieser Kommunikation müssen kluge digitale Lösungen einen Mehrwert geben – zusätzlich zur inhaltlichen Klärung der Frage sowie zum digitalen Gewand. Denn, man erinnere sich: Es geht nicht darum, einen analogen Prozess „nur“ digital abzubilden.

Hier kommt die Intelligenz der Systeme ins Spiel. Sie wächst mit jeder getroffenen Entscheidung, jeder Nachfrage und jeder Antwort. Die Künstliche Intelligenz und ihre Entwickler können das System so Schritt für Schritt verbessern und darauf hinarbeiten, dass es in Zukunft keine Rückfragen mehr geben muss: Das System wird in vergleichbaren Fällen häufige Rückfragen künftig als feste Bestandteile der Risikoerfassung einbauen und mithilfe der Künstlichen Intelligenz vorbeantworten.

Summa summarum sparen Vermittler so bis zu 80 Prozent ihrer Zeit. Die gewonnenen Kapazitäten können sie dann wiederum in Vertrieb und Kundenberatung investieren.

Fazit

Durch die automatische und vor allem konsistente Verknüpfung aller relevanten Player und Kundendaten, einen ganzheitlichen Beratungsansatz und Künstliche Intelligenz optimieren Lösungen wie die bald erscheinende Advisory Suite von Thinksurance den Kundendialog und vereinfachen das Kundenmanagement. Dabei agieren diese nicht nur als Zwischenschritt, sondern als Enabler, um beide Seiten zu unterstützen und effizienter zu machen. Sie werden damit zum Zuhause für die gesamte Kundenberatung und Kommunikation – und lassen Fax, Brief und selbst Outlook alt aussehen.

Zu Autor und Unternehmen: Sven Schönfeld ist Chief Sales Officer bei Thinksurance und berät Versicherungsvertriebe hinsichtlich der Integration der Thinksurance „Advisory Suite”. Die Lösung ermöglicht eine ganzheitliche und digitale Beratung und Betreuung von Firmen- und Industriekunden und schafft mehr Zeit für das Wesentliche: das Gespräch mit den Kunden. Weitere Informationen zum Unternehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

vier × 2 =