CEO Prisma Life: Lebensversicherung erfordert langfristige Perspektive – also auch Nachhaltigkeitskritierien

Holger Beitz, CEO von Prisma Life. Quelle: Prisma Life

Die Corona-Pandemie wird mittel- bis langfristig nicht ohne Auswirkungen bleiben. „Tatsächlich führt die Pandemie uns einmal mehr vor Augen, dass weder der Einzelne, noch Unternehmen, Staaten oder Regierungen in der Lage sind, sich allen Restriktionen unserer Umwelt zu entziehen“, glaubt Holger Beitz, CEO des liechtensteinischen Lebensversicherers Prisma Life.

Allerdings zeige der Umfang mit der Pandemie „aber auch, dass unser Verhalten extremen Einfluss auf die Umwelt und Lebensbedingungen hat. Die Smog-Belastung ging zurück, weniger Verkehr, klareres Wasser oder weniger Lärm sind Beispiele dafür. Natürlich sind diese Effekte nicht einfach verlängerbar, wenn unser Wirtschafts- und Sozialsystem nicht zusammenbrechen soll.“

Zudem werde „die Erkenntnis, dass wir uns bewusster und verantwortlicher mit der Frage auseinandersetzen müssen, welche ungewollten und für uns selbst nicht unmittelbar spürbaren Konsequenzen unser Handeln hat, wird uns angesichts der Krise und ihrer wahrscheinlich langfristigen Folgen in neuer Weise deutlich“, betont Beitz in einem Marktkommentar.

Daher würden die Maßnahmen, als erfolgversprechend erscheinen, „welche ’systemkonform‘ sind, also praktische, betriebswirtschaftliche Mechanismen nutzen, die langfristige Aspekte berücksichtigen oder sogar monetarisieren. Für die Versicherungsindustrie, insbesondere die Lebensversicherung ist die langfristige Perspektive unabdingbarer Teil des Geschäftsmodells. Nicht zuletzt unter Risikoaspekten erfordert diese langfristige Perspektive eben auch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien.“

Dabei stellt Beitz bereits einen „Perspektivwechsel bei der Planung von Unternehmensstrategien und Investitionen“ fest. „Wenn nicht-nachhaltige Geschäftsmodell gemieden und nachhaltige bevorzugt werden, entsteht Innovations- und Transformationsdruck, angetrieben von schlichten betriebswirtschaftlichen, risikotheoretischen Überlegungen. In diesem Fall ist das ein positiver ‚Teufelskreis'“, konstatiert der Vorstandschef der Prisma Life.

Autor: VW-Redaktion

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