Reuther jubelt: „PKV hat Trendwende geschafft“

Florian Reuther, PKV-Verbandsdirektor. Quelle: PKV-Verband

Aktuell haben 18 gesetzliche Kassen den Beitrag erhöht, zwei gesenkt. Was die PKV im laufenden Jahr plant, weswegen die GKV unter Druck geraten wird und warum die SPD Privatversicherte blockiert, hat Verbandsdirektor Florian Reuther verraten. Er spricht von einer Trendwende pro PKV.

„Erfreulich im ausgehenden Jahr ist, dass wieder mehr Menschen aus der GKV in die PKV wechseln als umgekehrt. Dieser Saldo fiel schon 2018 wieder leicht zu unseren Gunsten aus und er hat sich 2019 weiter verstärkt. Die PKV hat also nach einigen schwächeren Jahren ganz offenbar die Trendwende geschafft“, erklär Reuter im hauseigenen Newsletter.

Weniger erfreulich sei die wachsende Neigung der Großen Koalition, die Finanzierung von Infrastruktur pauschal auf die Krankenversicherung zu verlagern. Das betrifft zum Beispiel große Teile der Pflegereform wie die Förderung von 13.000 Pflegestellen und die Ausstattung von Einrichtungen mit Digitaltechnik. Es wäre sozial viel gerechter, diese Maßnahmen von allen Steuerzahlern „entsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit tragen zu lassen“.

SPD gegen PKV?

Ärgerlich für die Privatversicherten sei die anhaltende Blockade der SPD gegen „jegliche Erleichterungen zu ihren Gunsten“. Viele der eigenen Vorschläge würden laut Reuther „von Verbraucherschützern unterstützt“, doch sie scheitern bisher „am Veto der SPD“. Dasselbe gelte für die Forderung, den PKV-Standardtarif wieder für alle Privatversicherten als Sozialtarif zu öffnen, damit wir bei finanziellen Problemlagen optimal helfen können.

Die Umlagefinanzierung der GKV  werde unter „noch massiveren Druck“ geraten, prophezeit Reuther. Das deutsche Gesundheitswesen wird dann „sehr froh sein“, dass es die PKV als stabile und kapitalgedeckte zweite Säule gibt.

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