Rentenexperte Raffelhüschen kauft Aktien „nach Alphabet“

Bernd Raffelhüschen. Quelle: dpa / Picture-Alliance

Aktien als ein Teil zur Altersvorsorge oder der Vermögensbildung sind im Prinzip nicht verkehrt. Eine gewisse Systematik beim Erwerb von Wertpapieren wäre allerdings von Vorteil. Rentenexperte Bernd Raffelhüschen setzt dabei vielmehr auf den Zufall – und das Alphabet.

So kauft der Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Freiburg Aktien ausschließlich nach dem Alphabet. Als Basis nehme er Unternehmen aus dem MSCI World oder DAX: erst A, dann B, dann C. Wenn er mit dem Alphabet durch sei, fange er einfach wieder von vorne an. Im Interview mit der Wirtschaftszeitung Euro. „Im Gegensatz zu Aktienexperten weiß ich, dass ich nichts weiß“. Schon seit Studienzeiten vertraue er daher auf diese Zufallsmethode, berichtet das Blatt weiter.

Wenig verwunderlich hingegen, dass Raffelhüschen die Gelegenheit zu einer deutlichen Kritik am aktuellen Rentensystem nutzt. Demnach sehe er darin „eine krasse Umverteilung von Jung zu Alt“. Spätestens ab dem Jahr 2030 würde ein viel zu großer Teil des Geldes an die Rentner gehen – auf Kosten der jüngeren Generation. Vielmehr solle jeder Arbeitnehmer selbst entscheiden, wann er zwischen 60 und 70 Jahren in Rente geht. Aber für jeden Monat vor dem 70. Lebensjahr, soll automatisch ein Abschlag von 0,4 Prozent auf die Rente fällig werden.

Autor: VW-Redaktion

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