Hiscox-Deutschlandchef Dietrich will „digitale Risiken kalkulierbarer machen“

Rovbert Dietrich, Hauptbevollmächtigter von Hiscox Deutschland. Quelle: Hiscox

Kurz vor dem Jahresende schmieden die Versicherer in den Führungsetagen bereits konkrete Pläne für 2020. Für Hiscox-Deutschlandchef Robert Dietrich ist die Marschrichtung bereits klar: „Unser Ziel ist es, den digitalen Risiken ihren Schrecken zu nehmen und ein Sicherheitsnetz aufzuspannen, damit alle Beteiligten die Chancen der vernetzten Welt sorgenfrei nutzen können“.

Dazu gehöre es vor allem „digitale Entwicklungen genau zu analysieren und neue Gefahrenquellen frühzeitig zu identifizieren. Beispielsweise wandeln sich aktuell Industriebetriebe wie Maschinenbauer vom reinen Hersteller zu Dienstleistern für Cloud-Services, Fernwartung oder Prozessoptimierung in digitalisierten Produktionsanlagen. Die Industrie 4.0 krempelt die Risikolage dieser Betriebe grundlegend um, schließlich endet die Verantwortung für die eigenen Produkte nicht mit deren Verkauf“.

So würden Standard-Policen für die „Deckung dieser Gefahren nicht mehr ausreichen“. Somit entstehe „häufig eine Lücke im Versicherungsschutz“, konstatiert Dietrich. „Wir bieten in Zukunft neben Cyber-Absicherungen für Unternehmen auch verstärkt Policen für den Privatbereich an. Hier werden immer häufiger smarte Hilfsmittel genutzt, die eine Hintertür für digitale Angreifer öffnen. Bei der Hiscox Haus und Kunst Versicherung haben wir bereits unsere langjährige Erfahrung in der Absicherung privater Vermögenswerte mit dem Wissen um Gefahren des digitalen Lebens unserer Geschäftskunden vereint. Auch das Angebot in diesem Bereich soll in Zukunft stetig ausgebaut werden“, erläutert der Deutschlandchef von Hiscox.

Spezialversicherer verabschiedet sich aus britischem Aktienindex

Immerhin muss sich Hiscox wohl aus dem britischen Aktienindex FTSE100 verabschieden. Grund dafür ist der Umstand, dass der Spezialversicherer Medienberichten zufolge 165 Mio. US-Dollar für die Deckung möglicher Versicherungsansprüche aus der Zerstörungen durch Hurrikan „Dorian“ sowie die Taifune „Hagibis“ und „Faxai“ bereitstellen muss.

Autor: VW-Redaktion

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