Axa-Deutschland-Chef Schumacher:  „Nachhaltiges Wachstum kann auf Dauer nicht allein vom Staat finanziert werden“

Axa-Deutschlandchef Thilo Schumacher. Bildquelle: Axa

In einem Beitrag auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn äußert sich Thilo Schumacher, CEO der Axa Deutschland, zur wirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik sowie zu den Bedingungen für Wachstum. Der Manager mahnt strukturelle Reformen an und plädiert für eine Stärkung der privaten Wirtschaft.

Schumacher hebt in seinem Statement die Bedeutung der wirtschaftlichen Dynamik für die Zukunftsfähigkeit des Landes hervor: „Wirtschaftliche Entwicklung gibt uns den finanziellen Spielraum, um die Zukunft zu gestalten, die wir uns für unsere Kinder und Kindeskinder wünschen.“ In diesem Zusammenhang kritisiert der Versicherungsvorstand ein verbreitetes Unverständnis hinsichtlich der staatlichen Einnahmen. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir zwar bereits als Kind lernen, dass man den Euro, den man ausgeben will, erst einmal verdienen muss. Beim Staat glauben wir aber, dass der Euro da ist, ohne dass er vorher verdient worden ist.“

Zwar hatten führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für das laufende Jahr zuletzt angehoben, doch sieht der Axa-Chef darin noch keine Entwarnung für die Volkswirtschaft, „weil der Treiber des Wachstums die Staatsquote ist“. Ein dauerhafter Aufschwung könne nicht allein vom Staat finanziert werden, sondern benötige Innovationen und unternehmerische Initiative.

Um Investitionen der Privatwirtschaft in Deutschland attraktiver zu machen, fordert Schumacher politische Maßnahmen. „Wir brauchen weiterhin Reformen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken.“ Nur über ausreichendes Wachstum lassen sich aus seiner Sicht Aufgaben wie Klimaschutz, Bildung, Forschung, sozialer Zusammenhalt und Prävention bewältigen.

Schumacher betont auch die Rolle von Unternehmen und Versicherern bei Themen wie Gesundheit, Altersvorsorge sowie der klimafreundlichen Transformation von Wirtschaft und Infrastruktur und rief zu eigenverantwortlichem Engagement auf.

Autor: VW-Redaktion