Provinzial und Versicherungskammer teilen sich Schadendienstleister Albag auf

Bildquelle: Provinzial; Konzern Versicherungskammer

Die Albag-Gruppe aus Essen ist auf das Schaden- und Instandhaltungsmanagement von Wohnimmobilien spezialisiert und gehörte bislang zu 100 Prozent der Provinzial. Nun übernimmt der Konzern Versicherungskammer fast die Hälfte der Anteile und will damit die Verfügbarkeit von Handwerkern im Schadenfall sicherstellen und die Unabhängigkeit gegenüber externen Dienstleistern erhöhen.

Die beiden öffentlichen Versicherer Provinzial Konzern und der Konzern Versicherungskammer bauen ihre enge Partnerschaft im Bereich Schadenmanagement aus. Der Münchener Versicherer beteiligt sich mit 49,9 Prozent an der Albag, während die Provinzial mit 50,1 Prozent Mehrheitsgesellschafterin bleibt. Die bislang ausschließlich zur Provinzial gehörende Albag arbeitet mit einem Netzwerk aus Handwerksbetrieben zusammen, um Reparaturaufträge für Wohnimmobilien abzuwickeln. Mit zehn Handwerkstöchtern kommt die Albag-Unternehmensgruppe auf ein vermitteltes Reparaturvolumen in Höhe von 100 Mio. Euro. Der Jahresumsatz beträgt nach eigenen Angaben 151 Mio. Euro.

Laut Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender des Konzerns Versicherungskammer, ermögliche die Beteiligung an der Albag, das Schadenmanagement gemeinsam weiterzuentwickeln und „dabei auf die bewährte Zusammenarbeit innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe aufzubauen“.

Auch die SV SparkassenVersicherung (SV) als öffentlicher Versicherer und Marktführer in der Gebäudeversicherung in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen braucht entsprechendes Know-how in der Gebäudesanierung und kauft über ihre Tochter PGI Sanierung GmbH kontinuierlich Schadendienstleister. Zuletzt erwarb man 2024 die Amario GmbH in Altdorf. Alle Unternehmen unter dem Dach der PGI, insgesamt acht an der Zahl, bleiben als selbstständig an ihrem regionalen Markt vertreten und betreuen ihre Bestandskunden. 

Autor: VW-Redaktion

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