GDV korrigiert Beitragsprognose

Im Bild (v.l. erste Reihe): GDV-Manager Jörg Asmussen, Moritz Schumann, Norbert Rollinger und Anja Käfer-Rohrbach. Bildquelle: Christian Kruppa/ GDV

Die deutschen Versicherer zeigen sich für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlicher als noch zu Jahresbeginn. Der GDV hebt seine Prognose für die Beitragseinnahmen kräftig an. Spartenübergreifend wird nun ein Prämienwachstum von 7,3 Prozent erwartet. Im Frühjahr hatte der Berliner Verband noch mit einem Plus von rund 5,0 Prozent gerechnet. Besonders deutlich fällt die Korrektur in der Lebensversicherung aus.

Der GDV erhöht seine Beitragsprognose für 2025 von fünf Prozent auf 7,3 Prozent. Im Folgejahr 2026 prognostiziert der Branchenverband eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Von einem Zuwachs zwischen zwei und sechs Prozent ist die Rede.

Besonders deutlich fällt die Korrektur in der Lebensversicherung aus. Laut aktueller GDV-Prognose entwickeln sich die Beitragseinnahmen hier deutlich besser als noch Anfang des Jahres erwartet. Für die Lebensparte rechnet der Verband nun mit einem Beitragsplus von 6,7 Prozent. Im Frühjahr lag die Prognose noch bei 1,0 Prozent.

„Maßgeblicher Treiber bleibt das sehr hohe Wachstum im Einmalbeitragsgeschäft, das wir jetzt für 2025 bei plus 24,2 Prozent sehen statt 4,8 Prozent zu Jahresbeginn“, erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Das derzeitige Zinsumfeld ermögliche es den Lebensversicherern, attraktive Produkte anzubieten, für die auch eine entsprechende Nachfrage besteht. Im laufenden Beitrag hingegen verzeichnet der Verband einen Rückgang, den er auf demografische Faktoren zurückführt.

In der Schaden- und Unfallversicherung bleibt die Prognose erwartungsgemäß. Für 2025 rechnet der GDV mit einem Beitragsplus von 7,8 Prozent nach 7,5 Prozent zu Jahresbeginn. In der Kfz-Versicherung schlagen nachgelagerte Inflationsanpassungen zu Buche. Auf der Leistungsseite treiben vor allem steigende Ersatzteilpreise und höhere Werkstattkosten die Ausgaben. Dennoch bewegen sich die Gesamtschadenaufwendungen bislang im Rahmen des historischen Mittels, heißt es aus Berlin.

Für die Kraftfahrtversicherung geht der GDV von einem Plus von 14,0 Prozent bei den Beitragseinnahmen aus. Damit könnte die Schaden-Kosten-Quote auf 97 Prozent sinken und eine Rückkehr in die versicherungstechnische Gewinnzone ermöglichen.

In der Privaten Krankenversicherung hält der Verband an seiner Prognose eines Beitragswachstums von 7,5 Prozent für 2025 fest.

Autor: VW-Redaktion