Emissionen reduzieren, auf Biodiversität achten: GDV legt neue Nachhaltigkeitsziele auf

Wann ergeben die einzelnen Schritte der Versicherer ein grünes Gesamtbild? Bildquelle: Marc Manhart auf Pixabay

„Die Umsetzung kommt voran, aber es bleibt noch viel zu tun, um die gesteckten Ziele zu erreichen“, bewertet der GDV nach zwei Jahren die eigene Nachhaltigkeitspositionierung, die nun aktualisiert wurde. Einer der zentralen Punkte: Der Schutz der Biodiversität soll in Zukunft sowohl bei der Kapitalanlage als auch bei der Versicherung von Risiken berücksichtigt werden.

Nach zwei Jahren haben die Versicherer im GDV die erste Anpassung ihrer Nachhaltigkeitspositionierung beschlossen. Die Anpassung erfolgte auf Basis der Erfahrungen der Unternehmen mit der Umsetzung, dem Nachhaltigkeitsbericht 2022 sowie der fortschreitenden öffentlichen Debatte.

So soll etwa die Berücksichtigung der Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen beim Alltagsgeschäft der Assekuranz insbesondere in schützenswerten Gebieten und bei Wirtschaftsaktivitäten, die natürliche Ressourcen stark beanspruchen, gelten.

Ferner sollen sich Mitgliedsunternehmen konkrete, messbare Zwischenziele zur CO₂-Reduktion in den Investment-Portfolios setzen. Als Orientierung hierfür dient das regelmäßig überarbeitete Target Setting Protocol der Net Zero Asset Owner Alliance (NZAOA). Demzufolge soll bis 2030 z. B. bei den Aktien und gelisteten Unternehmensanleihen der Fußabdruck um 49 bis 65 Prozent reduziert werden.

Bei den eigenen operativen Geschäftsprozessen der Versicherer sollen bis 2030 deutliche Reduktionsziele bei den indirekten Emissionen (Scope 3) umgesetzt werden – die bisherigen Reduktionsziele in der Positionierung bezogen sich nur auf die Emissionen aus den selbst erzeugten und eingekauften Energiequellen (Scope 1 und 2).

Autor: VW-Redaktion

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