Direct Line streicht Dividende wegen Wintereinbruch

Keine guten Nachrichten für Direct-Line-Anleger. Bildquelle: StockSnap auf Pixabay

Der britische Versicherer Direct Line hat zum Jahresbeginn keine guten Nachrichten für seine Anleger: So will der Versicherer die Dividende streichen, nachdem die Kälteperiode im Dezember 2022 für eine deutlich höhere Schadenbelastung gesorgt hat.

Laut einem Bericht des Evening Standard sorgte der Kälteeinbruch zum letzten Monat für eine Schadenbelastung von rund 90 Mio. Pfund. Demnach meldeten rund 3.000 Kunden Schäden aus Rohrbrüchen und anderen Frostschäden. Insgesamt beläuft sich die Schadenbelastung für das Gesamtjahr 2022 auf etwa 140 Mio. Pfund – und damit fast doppelt so hoch wie die Prognose von bislang 73 Mio. Pfund.

„Wir haben einen erheblichen Anstieg der Schadensfälle infolge der anhaltenden extremen Kälte im Dezember erlebt, und ich bin stolz darauf, wie wir unsere Kunden in dieser Zeit unterstützt haben. Diese Schäden, kombiniert mit einem weiteren Anstieg der Kfz-Inflation, haben sich erheblich auf unser versicherungstechnisches Ergebnis für 2022 ausgewirkt“, wird CEO Penny James zitiert.

„Infolgedessen rechnet der Vorstand nicht mehr damit, eine endgültige Dividende für 2022 zu erklären“, so die Versicherungsmanagerin. Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnet der Versicherer daher mit einer Combined Ratio von 102 bis 103 Prozent.

Als Reaktion darauf stürzten die Aktien von Direct Line in den frühen Börsen ab, was das Unternehmen auf den Weg zu seinem größten eintägigen Aktienkursrückgang in seiner Geschichte brachte und mehr als ein Viertel seiner Marktbewertung verlor.

Autor: VW-Redaktion

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