Nach Rekordumsatz: Ukraine-Krieg bereitet OVB Kopfzerbrechen

OVB Holding AG (Konzernmutter) und der OVB Vermögensberatung AG am Heumarkt in Köln. Quelle: Marius Becker für OVB

Die Corona-Pandemie hat beim Kölner Finanzdienstleister OVB bislang keine Spuren hinterlassen. Beim Umsatz und Gewinn hat das Unternehmen zwar neue Rekordwerte erzielt. Allerdings sorgt sich der Konzern derzeit um die Folgen des Ukraine-Konfliktes.

So erzielte der Finanzkonzern nach eigenen Angaben Erträge aus Vermittlungen von 320,7 Mio. Euro, was einem Plus von 18,5 Prozent zum Vorjahr entspricht. Noch stärker wuchs das EBIT des Konzerns um 46,2 Prozent auf 21,8 Mio. Euro an. Die Zahl der von OVB in derzeit 15 europäischen Ländermärkten betreuten Kunden erhöhte sich auf 4,13 Millionen. Das Vertriebsteam wurde zudem auf 5.603 hauptberufliche Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittler ausgebaut.

„Mit diesem satten Umsatz- und Ergebnisplus hätte OVB eigentlich jeden Grund zur Freude. Allerdings erschüttern uns die Bilder von Krieg, Not und Leid, die uns aktuell aus der Ukraine erreichen. Der Angriff Russlands ist eine Generalattacke auf unsere Wertegemeinschaft, die wir als ein durch und durch europäisches Unternehmen mit einem starken Bezug zu den Ländern und den Menschen in Osteuropa zutiefst verurteilen. Seit 2007 sind wir in der Ukraine geschäftlich aktiv. Wir sorgen uns um die ukrainische Bevölkerung, unsere Kunden und um unsere ukrainischen Kolleginnen und Kollegen und deren Familien.“

Mario Freis, CEO der OVB Holding

Im stärksten Segment Mittel- und Osteuropa, stiegen die Erträge aus Vermittlungen von 130,4 Mio. Euro deutlich um 21,1 Prozent auf 157,9 Mio. Euro. Im Segment Deutschland nahmen die Erträge aus Vermittlungen von 61,3 Mio. Euro auf 64,5 Mio. Euro zu. Mit 98,4 Mio. Euro nach 78,9 Mio. Euro im Vorjahr konnten die Erträge aus Vermittlungen im Segment Süd- und Westeuropa ebenfalls sehr deutlich um 24,7 Prozent gesteigert werden. Der OVB-Konzern insgesamt erzielte Erträge aus Vermittlungen in Höhe von 320,7 Mio. Euro.

Auf der Basis der Bilanz für 2021 soll den Aktionären eine Dividende von 90 Cent je Aktie ausgezahlt werden. Trotz gestiegener Risiken peilt OVB bei den Erträgen aus Vermittlungen für das Geschäftsjahr 2022 aktuell eine Bandbreite von 315 bis 330 Mio. Euro an. Das operative Ergebnis sollte nach derzeitiger Einschätzung auf 22 bis 25 Mio. steigen.

Autor: VW-Redaktion

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