Sturmtiefs sorgen für zweistelligen Millionenschaden bei der Gartenbau-Versicherung

USA dominieren Schadenstatistik im ersten Halbjahr 2022. Bildquelle: WikimediaImages auf Pixabay.

Die Sturmtiefs der vergangenen Tage haben der Gartenbau-Versicherung einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe beschert. Dabei registrierte der Spezialversicherer etwa 700 bis 800 Schäden. Diese entstanden vor allem in Betrieben, die nördlich einer gedachten Linie zwischen Köln und Berlin liegen.

In allen Regionen blieben die meisten Schäden unter 10.000 Euro. Allerdings gab es auch vereinzelt Großschäden, die insbesondere durch Schäden an den Kulturen die Millionen-Euro-Grenze überschreiten, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Die Winterstürme am Wochenende erinnerten laut Versicherer an den letzten besonders schadenreichen Sturm „Kyrill“ aus dem Jahr 2007. Vor 15 Jahren regulierte die Gartenbau-Versicherung auf dem damals erheblich niedrigeren Preisniveau rund neun Millionen Euro, die jedoch noch auf einer deutlich schwächeren Beitragsbasis zu tragen waren.

Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) beziffert die versicherten Schäden durch die jüngsten Sturmtiefs auf insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro. Dabei fiel „Zeynep“ mit rund 900 Mio. Euro besonders stark ins Gewicht. „Ylenia“ verursachte dabei einen Schaden von rund 500 Mio. Euro. „Antonia“ fiel nach Angaben der Aktuare mit rund 200 Mio. Euro eher glimpflich aus. Die Analysten von Aon kamen zu einer ähnlichen Schadenschätzung.

Autor: VW-Redaktion

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