Zurich-Geschäft in Australien: Greco will nicht verkaufen, Medien berichten das Gegenteil

Mario Greco, Chief Executive Officer, Zurich Insurance Group, Quelle: World Economic Forum / Jakob Polacsek/ flickr

Die Präsenz der Zurich in Australien geht auf das Jahr 1961 zurück, als die Gruppe die damalige Commonwealth General Assurance Corporation kaufte. Inzwischen herrscht CEO Mario Greco über die komplexe Unternehmensstruktur der Schweizer und will aufräumen. Vergangene Woche sagte er, dass er am australischen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft festhalten will. Nun berichten Medien über Verkaufspläne der Zurich Australian Insurance Limited (ZIAL), die ein Prämienvolumen von 900 Mio. Dollar aufweist. Weitere Kennzahlen im Überblick.

Als erstes Medium berichtete Insurance Insider über Pläne der Schweizer, die australische P&C-Tochtergesellschaft Zurich Australian Insurance Limited (ZIAL) zum Verkauf zu stellen. Das P&C-Geschäft verzeichnete im Jahr 2020 direkte Prämieneinnahmen von 1,24 Mrd. Australische Dollar (890 Mio. US-Dollar) und einen versicherungstechnischen Verlust von 124 Mio. Australische Dollar, was den versicherungstechnischen Verlust von vier Mio. Australische Dollar im Jahr 2019 noch vergrößerte. Die Einheit verzeichnete 2020 einen Vorsteuerverlust von 78 Mio. Australische Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 87 Mio. Australische Dollar im Jahr zuvor.

Das Portfolio von ZIAL ist stark auf Sach- und Kraftfahrzeugversicherungen ausgerichtet, die 2020 jeweils etwa ein Viertel der Prämieneinnahmen ausmachten. Darüber hinaus zeichnete das Unternehmen Reiseversicherungen im Wert von rund 146 Mio. Australische Dollar und Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherungen im Wert von 120 Mio. Australische Dollar. Weitere kleinere Segmente des Portfolios sind Transport- und Luftfahrt, Arbeitgeberhaftpflicht und Berufshaftpflicht.

Vergangene Woche präsentierte CEO Mario Greco eines der besten Ergebnisse der Geschichte für die Zurich. Weil die Belastungen durch die Corona-Pandemie zurückgingen, legte der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 5,2 Mrd. US-Dollar (4,6 Mrd. Euro) zu. Mit ihren Gewinnzahlen übertraf Zurich die Erwartungen der Analysten klar. Im Vorjahr hatten allein die Folgen der Corona-Pandemie den Konzern mit fast einer Milliarde Dollar belastet. Auf der Pressekonferenz hieß es noch, dass Greco am Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft in Australien festhalten will.

Autor: VW-Redaktion

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