Scor übertrifft Gewinnerwartungen und kauft Aktien zurück

Konzernsitz von Scor in Paris. Quelle: Scor

Die Berichtsaison der börsennotierten Unternehmen läuft auf Hochtouren. Auch Scor musste seine Bücher für das dritte Quartal öffnen. Der französische Rückversicherer hat nach neun Monaten bereits mehr Nettogewinn erwirtschaftet als im Gesamtjahr 2020 – nämlich 399 Mio. Euro. Die Gesamtkosten der Naturkatastrophen belaufen sich aufgrund der Überschwemmungen in Europa und des Hurrikans „Ida“ im dritten Quartal 2021 auf 708 Mio. Euro. Zudem wurde ein Aktienrückkauf angekündigt.

Diese beiden Ereignisse schlugen mit insgesamt 343 Mio. Euro zu Buche (ohne Retrozession und vor Steuern). In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 blieben die Covid-19-Schäden weiterhin überschaubar und beliefen sich in der Lebensversicherung auf 299 Mio. Euro, wovon 241 Mio. Euro auf das Sterblichkeitsportfolio in den USA entfallen.

In der Schaden- und Unfallversicherung sind die Covid-19-Schäden seit dem 30. Juni 2021 „stabil geblieben“ und beliefen sich in den ersten neun Monaten 2021 auf insgesamt 109 Mio. Euro. Darüber hinaus profitierte Scor von einem positiven einmaligen Neubewertungseffekt in Höhe von 64 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Börsengang von Doma Holdings.

Die gebuchten Bruttoprämien stiegen auf 13 Mrd. Euro, Plus zum Vorjahres-Quartal um 6,2%. Im Lebengeschäft sind sie um 5 Prozent gestiegen, im Schadenbereich um 12 Prozent. Die Netto-Combined Ratio beläuft sich für die ersten neun Monate auf 102,7 Prozent.

Scor verkündete zudem einen Aktienrückkauf im Wert von 200 Mio. Euro (233 Mio. Dollar), da die Auswirkungen der Überschwemmungen und des jüngsten Hurrikans Ida die Ergebnisse des dritten Quartals belasteten. „Das heute von uns angekündigte Aktienrückkaufprogramm ist ein Beweis für unser Vertrauen in unsere Solvenz und unsere Fähigkeit, weiterhin profitabel zu wachsen. Nach den Maßnahmen des Kapitalmanagements verfügt Scor weiterhin über eine solide Kapitaldecke in einem weiterhin volatilen Marktumfeld, in dem finanzielle Stärke ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist“, sagte CEO Laurent Rousseau.

Autor: VW-Redaktion

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