W&W-Konzern hebt Gewinnprognose für 2021 an

W&W-Standort in Ludwigsburg. Quelle: W&W

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat im ersten Halbjahr 2021 beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt: Ende Juni 2021 standen 196,2 Mio. Euro (HJ 2020: 107,6 Mio. Euro) in den Büchern. Dementsprechend passte der Konzern seine Gewinnprognose nach oben an. Allerdings rechnet der Versicherer im dritten Quartal mit einer hohen Schadenbelastung durch die jüngsten Unwetter.

In der Personenversicherung stiegen die Bruttobeiträge im ersten Halbjahr um 11,5 Prozent auf 1,33 Mrd. Euro (HJ 2020: 1,19 Mrd. Euro). In der Schaden- und Unfallversicherung legten die Bruttobeiträge um 6,5 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro (HJ 2020: 1,33 Mrd. Euro). Während die Schäden in der Kfz-Sparte wegen des coronabedingten Lockdowns rückläufig waren, fielen in der Sachversicherung jedoch hohe Aufwendungen für Elementarschäden durch Unwetter an. Die Kosten-Aufwands-Relation (Combined Ratio) in der Schaden-/Unfallversicherung verbesserte sich dennoch von 85,3 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 82,4 Prozent.

„Die sehr gute Entwicklung der ersten sechs Monate 2021 zeigt, dass unsere strategischen Initiativen in der W&W-Gruppe erfolgreich sind. Wir wachsen im Neugeschäft über dem Marktdurchschnitt, wir entwickeln innovative und starke Produkte, die Kundenzufriedenheit steigt. […] Auch für das zweite Halbjahr sind wir trotz der anhaltenden Unsicherheiten über den Fortgang der Coronavirus-Pandemie zuversichtlich, weil wir wissen, welche Stärke die W&W-Gruppe mittlerweile gewonnen hat. Dabei gehen wir derzeit davon aus, dass die Schäden im Gesamtjahr infolge der Flutkatastrophe vom Juli erheblich über dem Vorjahreswert liegen werden. Wir haben uns jedoch vorausschauend rückversichert.“

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG

Im Baufinanzierungsgeschäft legte die W&W-Gruppe im Neugeschäft um 14,1 Prozent auf 3,62 Mrd. Euro (HJ 2020: 3,17 Mrd. Euro) zu. Das Netto-Neugeschäft (eingelöstes Neugeschäft) im Bauspargeschäft lag in den ersten sechs Monaten mit 5,01 Milliarden Euro leicht (minus 1,4 Prozent) unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 5,08 Mrd. Euro.

Der Konzern rechnet weiter mit einem Konzernjahresüberschuss zwischen 280 und 330 Mio. Euro (2020: 210,8 Mio. Euro). Allerdings rechnet die W&W im dritten Quartal 2021 mit einer hohen Schadenbelastung durch die Unwetter im Juni und Juli in Deutschland.

Autor: VW-Redaktion 

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