Wegen Finanzproblemen? Digitalversicherer Coya baut Vorstand komplett um

Der neue und alte Coya-CEO: Max Bachem. Quelle: Coya

Eine Reaktion auf monetäre Schwierigkeiten oder im “Einklang mit Coyas Wachstum”? Die Berliner nehmen erneut Wechsel im Vorstand vor, Medien hatten zuvor über Finanzprobleme berichtet. Im Mai kehrte Max Bachem als Co-Ceo zurück, jetzt wird er wieder den Vorsitz übernehmen. Neben ihm wurden zwei weitere Vorstände ernannt.

Neben Bachem werden Chief Actuary und Data Officer Julia Sharonova und COO Nigel Jankelson Teil des Vorstands sein. Der bisherige Andrew Shaw steht dem neuen Vorstand zukünftig (nur) noch in beratender Funktion zur Verfügung. Kürzlich kamen Gerüchte auf, dass dem Unternehmen die Geldgeber ausgehen und ein Zusammenschluss mit dem französischen Versicherungs-Start-up Luko geprüft werde, VWheute berichtete.

Das ist der neue Vorstand

Sharonova, seit März 2021 Chief Actuary und Data Officer bei Coya, kann in der Industrie und Beratung bereits 14 Jahre Erfahrung mit Nicht-Lebens- und Rückversicherungen vorzuweisen. Vor Coya war sie als Aktuarin und Data Scientist für PwC tätig. Dort entfaltete sich “ihre Leidenschaft für Automatisierung und datengetriebene Entscheidungsfindung”.

Jankelson, der frühere COO der Investment Bank Macquarie in New York, ist bereits seit 2020 als COO bei Coya und verantwortet die Bereiche Operations, People, Culture und Business Development. Er übernimmt nun zusätzliche Verantwortung für die Bereiche Technologie und Engineering. Er verfolgt das Ziel, “weitere Geschäftsvorteile, ein verbessertes Kundenerlebnis und eine marktführende Effizienz im Betrieb zu entwickeln”, indem er die “proprietäre Technologieplattform” von Coya nutzt und vorantreibt.

“Mit Julia und Nigel ist uns ein Ausbau des Vorstands um zwei erfahrene und umsetzungsstarke Führungskräfte gelungen. Coya konnte seine Kundenbasis in den letzten sechs Monate nahezu verdreifachen und zusammen mit Julia und Nigel haben wir alle Fähigkeiten im Vorstand vertreten, um diese Skalierung in allen Unternehmensbereichen weiterzutreiben”, ergänzt CEO Bachem.

Autor: VW-Redaktion