Teleste-CEO-Fraud zwingt VOV und Zürich zu Millionen-Vergleich

Betrug kostet D&O-Versichere Millionen.. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Am Ende stand ein Kompromiss. Der finnische Telekommunikationsanbieter Teleste wurde Opfer eines CEO-Fraud, einer Betrugsmasche mit gestohlenen Identitäten. Bei der Begleichung des Millionenschadens hat sich das Unternehmen nun mit seinen D&O-Partnern verglichen.

Im Jahr 2019 war die deutsche Tochter des Unternehmens Opfer eines CEO-Fraud  geworden und verlor mehr als sieben Millionen Euro – was nahezu den gesamten Gewinn des Jahres bedeutete, wie juve.de meldet. Bei einem CEO-Fraud geben sich die Hacker als hochrangige Mitarbeiter oder Vorstände aus und verlangen von ihren direkten Mitarbeitern die Überweisung hoher Geldbeträge auf ausländische Konten. Ist das Geld überwiesen, wird es direkt weiter transferiert, was die Auffindung erheblich erschwert.

Die Einigung

Laut juve waren an dem Vergleich VOV und Zurich beteiligt. Es werden nun 3,2 Millionen Euro an die Finnen ausbezahlt. Direkt nach dem Vorfall konnten hohe Geldbeträge von den Konten der Angreifer zurückgeholt werden, sodass der gemeldete Schaden bei rund vier Mio. Euro lag. Dem Unternehmen entstand am Ende also kein allzu großes finanzielles Loch. Eine bestehende Cyber-Versicherung ist an der Begleichung des Schadens laut dem Meldenden nicht beteiligt.

Im Jahr 2016 waren der Leoni AG mit einer ähnlichen Masche 40 Mio. Euro gestohlen worden. Die D&O-Versicherer erstatteten damals fünf Mio. Euro.

Autor: VW-Redaktion

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