Beazley verzeichnet doppelt so viele Corona-Schäden als angenommen

Quelle: quinntheislander / Pixabay

Der britische Versicherer Beazley hatte im April angenommen, dass die meisten Massen-Events im September wieder stattfinden. Das ist nicht eingetreten und so hat das Lloyd’s-Syndikat seine Covid-Schadenschätzung für das Halbjahr, überwiegend Veranstaltungs-Ausfälle, von 170 auf 340 Mio. Dollar angehoben.

Andrew Horton, CEO der Beazley Group, gab an, dass die Verluste höher ausgefallen wären, wenn man nicht auf die Rückversicherungs-Deckung zurückgegriffen hätte. Ferner erklärte er, dass die kommenden Herbstveranstaltungen im August zunehmend abgesagt werden, zumal die Lage in Großbritannien und in anderen Regionen der Welt wegen der Pandemie nicht besser werden. Gleichzeitig blickte er optimistisch in die Zukunft, weil die Preise für die Prämien steigen würden. Zudem sei man nicht stark vom FCA-Urteil betroffen, wo Versicherer in einem Musterprozess um den BSV-Streit den Kunden unterlagen.

Trotzdem fielen die Aktien von Beazley zweistellig nach der neuen Schadenschätzung. Im Gesamtjahr hat die Aktie bereits 40 Prozent eingebüßt. Beazley ist spezialisiert auf Cyberversicherungen und Veranstaltungs-Policen. Der Versicherer deckt u.a. die Olympischen Spiele in Tokio.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

4 × eins =