Corona pulverisiert den Gewinn bei Axa

Quelle: ak

Die Axa hat im ersten Halbjahr wie erwartet einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Wie der französische Versicherungskonzern mitteilt, sank der Gewinn in den ersten sechs Monaten um 39 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro. Eine Dividende für 2020 soll es nicht geben.

So begründete die Axa den Gewinneinbruch vor allem mit der hohen Schadenbelastung durch Covid-19, die mit rund 1,5 Mrd. Euro zu Buche schlägt. Einen weiteren Grund für das Minus sieht der französische Versicherer im Prämienrückgang von etwa zehn Prozent auf rund 53 Mrd. Euro.

Wenig Grund zur Freude haben auch die Aktionäre: So werde es Unternehmensangaben in diesem Jahr keine Dividendenzahlung an die Aktionäre mehr geben. Im Juni hatte die Axa angekündigt, die ursprüngliche Dividende für 2019 über 1,43 Euro auf 73 Cent gekürzt. Damit entgeht den Investoren die in Aussicht gestellte Nachzahlung von 70 Cent je Aktie.

Die Axa gehört damit zu den wenigen Versicherungskonzernen, welche die Dividendenzahlungen wegen der Corona-Krise streichen werden. Anfang April hatte die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa die Versicherer und Rückversicherer dazu aufgefordert, vor dem Hintergrund der Corona-Krise, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe vorübergehend auszusetzen.

Versicherer sagt Twinstar-Verkauf an Civen ab

Zudem hat der französische Versicherer den Verkauf ihrer irischen Lebensversicherungstochter Twinstar an Cinven in letzter Minute abgesagt. Axa begründete diesen Schritt damit, da einige Bedingungen des Geschäftes nicht erfüllt worden sein.

Der Konzern hatte 2018 bekannt gegeben, die irische Lebentochter an den britischen Finanzinvestor Cinven verkaufen zu wollen. Davon betroffen sind etwa 230.000 Kunden, welche die Fondspolice „Twin Star“ abgeschlossen haben. Das Produkt wurde Ende 2012 wegen der Finanzkrise eingestellt.

Autor: VW-Redaktion

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