Digitales Meeting würde dem Standort schaden: Rückversicherungstreffen in Baden-Baden komplett abgesagt
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Kurhaus in Baden-Baden. Quelle: mst

Die Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH (BBT), Veranstalter des jährlichen Branchentreffens der Rückversicherer in Baden-Baden, hat das Treffen für Oktober komplett abgesagt. Eine digitale Lösung lehnen die Organisatoren ab. Das könnte dem Standort Baden-Baden schaden.

„Seit Wochen arbeiten wir eng mit dem Kuratorium des Reinsurance Meetings an den verschiedensten Lösungen. Das Kuratorium ist unser Blick und Sprachrohr in die Branche, da dieses aus den Vorständen der größten teilnehmenden Firmen besteht“, so Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der BBT.

In den letzten Tagen hätten entscheidende Abstimmungen zwischen der BBT und den Kuratoriumsmitgliedern stattgefunden, welche klar gezeigt hätten, dass eine Durchführung des Meetings in Baden -Baden in diesem Jahr nicht von Erfolg gekrönt sein könne.

Nach der langen Zeit der absoluten Ungewissheit hinsichtlich der zu erwartenden behördlichen Beschränkungsmaßnahmen für Veranstaltungen, hatten die Lockerungen des Wirtschafts- und Sozialministeriums vom 15. Juli eine vorsichtige Grundlage für eine Durchführung des Meetings geschaffen.

Digitale Lösung nicht im Sinne der Veranstalter

Ein daraufhin von der BBT unter Hochdruck erarbeitetes Schutz- und Hygienekonzept wurde seitens der städtischen Behörden positiv beurteilt. Im ergänzenden Schritt wurde eine Erweiterung des Konzepts auf die Beine gestellt, welches eine pandemiekonforme Durchführung des Baden-Baden Reinsurance Meetings 2020 in Form einer sogenannten hybriden Kongressmesse möglich gemacht hätte.

In den letzten Tagen wurde die BBT nach eigenen Angaben nun nicht nur mit den derzeit geltenden Reisebeschränkungen in vielen Schlüsselländern konfrontiert, welche digital gut gelöst werden können – sondern es spielten verstärkt die aktuellen firmenpolitischen Vorgaben von Mitwirkenden aus Europa eine Rolle, welche Vor-Ort-Meetings und Geschäftsreisen weiterhin gänzlich untersagen.

„Die Option, statt einer hybriden Veranstaltung lediglich ein rein digitales Meeting auszurichten, ist nicht in unserem gemeinschaftlichen Interesse für Baden-Baden. Dies könnte unserem Standort Baden- Baden für die zukünftigen Jahre eher schaden“, betont Nora Waggershauser.

Autor: VW-Redaktion

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