BGV nimmt mehr Prämien ein und leidet unter höheren Schäden
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Konzernsitz des BGV in Karlsruhe. Quelle: BGV

Der BGV blickt mit gemischten Gefühlen auf das Schadenjahr 2019 zurück. So konnte der badische Versicherer bei den gebuchten Bruttobeitragseinnahmen um 6,8 Prozent auf 392,7 Mio. Euro (2018: 367,8 Mio. Euro) zulegen. Allerdings sind auch die Schadenaufwendungen deutlich höher ausgefallen.

Im Vergleich zum Vorjahr musste der BGV 2019 insgesamt 309,7 Mio. Euro für die Regulierung von Schadenfällen aufwenden. Dies entspricht einem Anstieg von 6,6 Prozent. Größter Schaden war demnach ein Brand in einer Mannheimer Schule im April 2019. Der Totalschaden durch Brandstiftung zweier Schüler fiel mit 1,55 Mio. Euro ins Gewicht.

Die Schaden-Kostenquote sank dennoch auf 95,3 Prozent (2018: 97,9 Prozent). Aufgrund geringerer Kapitalerträge verbuchte der badische Versicherungskonzern letztes Jahr unter dem Strich einen Jahresüberschuss von 5,2 Mio. Euro (2018: 7,3 Mio. Euro).

„Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir uns stabil entwickelt und konnten unseren Marktanteil weiter ausbauen. Attraktive Tarife gepaart mit individueller Beratung und persönlichem Service – das ist seit Jahren unser Erfolgsrezept, und damit konnten wir auch 2019 punkten“, konstatiert der BGV-Vorstandsvorsitzende Edgar Bohn.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hinterließen bereits einige Großschäden ihre Spuren in der Bilanz. Die beiden Sturmtiefs „Sabine“ und „Diana“ sorgten für eine große Zahl an Schäden. Dazu kamen einige Großschäden in der Feuerversicherung, unter anderem in einem Kindergarten und einer Schule, die jeweils mehrere Millionen Euro Schaden verursachten.

Dadurch stiegen die Schadenaufwendungen brutto im ersten Quartal um 6,5 Prozent auf 48,2 Mio. Euro (Q1 2019: 45,3 Mio.). Dennoch zeigt sich der BGV sehr stabil – trotz der Corona-Pandemie: Die im März begonnenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens führten zwar zu einer etwas niedrigeren Zahl an Neuverträgen im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch stiegen die gebuchten Beiträge leicht um 0,5 Prozent auf 297,0 Mio. Euro (2019: 295,5 Mio. Euro).

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Autor: VW-Redaktion

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