Nürnberger verklagt Düsseldorfer Start-up Helpcheck

Quelle: Bild von succo auf Pixabay

Verhilft Helpcheck den Menschen zu ihrem Recht, wenn es um fehlerhafte Lebensversicherungen geht? Oder überzieht das Düsseldorfer Start-up die Versicherungsunternehmen mit ungerechtfertigen Widersprüchen und Zahlungsforderungen? Diese Frage muss nun die Justiz entscheiden. Der Grund: Die Nürnberger hat die Jungunternehmer verklagt.

Der fränkische Versicherungskonzern verweist dabei auf die Verbraucherzentrale Hamburg, die ausdrücklich vor aus ihrer Sicht zu teuren Dienstleistern warnt, die bei der Rückabwicklung von Lebens- oder Rentenversicherungen helfen, berichtet das Nachrichtenportal RP-online.

So habe der Versicherer bereits im Oktober 2019 eine Klage beim Landgericht Düsseldorf eingereicht. Damit will die Nürnberger dem Start-up laut Bericht verbieten, gegen ein Erfolgshonorar Rechtsdienstleistungen zu erbringen. Zudem sollen Aussagen wie “Unsere Mission ist es, Ihnen den einfachen Zugang zum Recht zu ermöglichen”, nicht mehr verwendet werden.

“In unseren Augen ist die Klage ein absolutes Unding. Im Grunde will die Versicherung erreichen, dass wir unser Geschäft einstellen. Einem Prozess sehen wir gelassen entgegen”, kontert Helpcheck-Gründer Peer Schulz. Das Düsseldorfer Start-up wurde 2016 gegründet.

Hintergrund war eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH), wonach die Verbraucher bei vielen Lebensversicherungsverträgen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden, ein Widerspruchsrecht haben. Laut Bericht habe Helpcheck bereits knapp 20.000 Fälle bearbeite. Knapp 3.000 Verfahren seien demnach abgeschlossen worden, in 80 Prozent der Fälle sei Helpcheck erfolgreich gewesen.

Autor: VW-Redaktion

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