Millionenschwer – Hannover Rück gründet Natural Disaster Fund mit

Klimarisiken. Bild von O12 auf Pixabay

Anderen zu helfen, ist etwas Schönes. Das weiß auch die Hannover Rück und beteiligt sich an einem Fonds nach britischem Muster, der Entwicklungsländern bei Klimakrisen helfen soll. Auch andere namhafte Partner sind dabei.

Global Parametrics (GP), ein Anbieter von parametrischer Absicherung gegen Klimarisiken in Entwicklungsländern, und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Hannover Rück SE die Gründung des Natural Disaster Fund (NDF) Deutschland bekanntgegeben.

Der NDF Deutschland, dessen aktive Verwaltung bei Global Parametrics liegt, hat sich erste Zusagen des BMZ in Höhe von 25 Mio. Euro gesichert und wird gezielt in Risikotransferinstrumente ausschließlich für Naturkatastrophen und Klimarisiken in Entwicklungsländern investieren – in Regionen, die überproportional von extremen Wetterereignissen betroffen sind. Der Fonds knüpft an den NDF aus Großbritannien (NDF UK) an und wird auch mit diesem zusammenarbeiten. Der NDF UK wurde im Januar 2018 mit 25 Mio. Pfund gebundenem Kapital vom britischen Ministerium für internationale Entwicklung (DfiD) ins Leben gerufen.

50 Millionen zugesichert

Die Hannover Rück hat den Fonds 50 Mio. US-Dollar in Form von zusätzlicher Kapazität zugesagt. Dieses Engagement der Hannover Rück unterstreicht, dass sich auch Investoren aus dem Privatsektor an der Finanzierung von Katastrophenrisiken in noch weitgehend unerschlossenen Märkten beteiligen können. So sollen sie dabei helfen, die Auswirkungen von klimabedingten Katastrophen auf Wirtschaft und Kommunen zu mildern, fördern die Widerstandskraft, beschleunigen die wirtschaftliche Entwicklung und erwirtschaften zugleich betriebliche Erträge.

Henning Ludolphs, Managing Director Retrocession & Capital Markets bei der Hannover Rück, kommentierte die Fondsgründung wie folgt: „Die verbindliche Zusage der Hannover Rück, einen Beitrag zur Schließung der Versicherungslücke zu leisten, ist ein wichtiges Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Unsere Erfahrung zeigt, dass innovative Konzepte auf Basis parametrischer Indizes mit schnellen Schadenregulierungsprozessen am effektivsten sind, wenn es darum geht, die Auswirkungen von Naturkatastrophen abzumildern, die in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen besonders verheerend sind. Wir bei der Hannover Rück sind davon überzeugt, dass eine große Vielfalt an Partnern von zentraler Bedeutung ist, um die Versicherungslücke zu verringern. Wir unterstützen den Natural Disaster Fund gerne, nicht nur mit zusätzlicher Risikokapazität, sondern auch mit unserer Expertise.“

Autor: VW-Redaktion