R+V verkauft autonome Busse an den Verkehrsverbund RMV

Die autonomen Busse der R+V vor dem Flughafen Frankfurt. Quelle: R+V

Die R+V Versicherung hat ihre beiden selbstfahrenden Kleinbusse der Marke Navya an den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verkauft. Anfang 2017 hatte der Genossenschaftsversicherer zwei Elektro-­Shuttlebusse des französischen Herstellers zu jeweils 250.000 Euro netto mit Platz für je elf Fahrgäste für mehrere Feld­versuche gekauft.

Bereits 2018 erhielt die R+V als erstes Privatunternehmen in Deutschland die behördliche Erlaubnis, einen hochautomatisierten Kleinbus auf eine öffentliche Straße zu bringen. Seitdem hat sie ihre selbstfahrenden Kleinbusse mit unterschiedlichen Partnern in Testfeldern erprobt – im Mischverkehr auf dem Frankfurter Flughafen, unter winterlicher Witterung auf einem Betriebsgelände in Marburg und vor gut einem Jahr im öffentlichen Raum am Winterhafen in Mainz und auf dem Campus der R+V.

„Bei unseren Einsätzen haben wir wichtige Erkenntnisse zur neuen Technik gesammelt, die uns helfen, Versicherungskonzepte für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln“, erklärt Jan Dirk Dallmer, Direktor Kraftfahrtversicherung bei der R+V Versicherung.

„Mit dem RMV haben wir einen Käufer gefunden, der offen ist für moderne Verkehrskonzepte und sich ebenso intensiv wie wir mit der Zukunftstechnologie des autonomen Fahrens beschäftigt. Wir unterstützen den RMV mit unserem Know-how und bleiben der Versicherungspartner des Verkehrsverbunds bei allen Testfeldern – also auch am Mainufer in Frankfurt. Dass unsere Busse hier in der Region eingesetzt werden, freut uns natürlich besonders“, ergänzt Dallmer.

RMV plant weitere Tests mit autonomen Bussen

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz hatte bereits im Sommer angekündigt, autonome Busse künftig im Regelbetrieb einsetzen zu wollen. Momentan werde nach geeigneten Einsatzgebieten gesucht, im Frühjahr 2020 solle es in den Regelbetrieb gehen. Vermutlich würden die Busse in noch nicht so gut an den Nahverkehr angebundenen Gegenden fahren oder als Zubringer dienen. Denkbar sei eine Strecke im Zollhafen, wo ein Wohngebiet entsteht, oder Fahrten nach Bedarf.

Auch die Finanzmetrole Frankfurt am Main hat in vergangenen zwei Monaten den Betrieb von autonomen Fahrzeuge im Rahmen des Pilotprojektes EASY am Frankfurter Mainufer getestet. „In den ersten zwei Monaten haben unsere autonomen Fahrzeuge über 12.000 Fahrgäste befördert. Laut des Fahrzeugherstellers gibt es weltweit kein Pilotprojekt mit autonomen Fahrzeugen, das in so kurzer Zeit so viele Fahrgäste verzeichnen konnte. Das macht uns stolz und motiviert uns, autonome Fahrzeuge auch an anderen Orten zu testen“, so RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.

Die beiden Fahrzeuge der R+V sollen nach Angaben des Verkehrsverbundes RMV nun für weitere Tests verwendet werden.

Autor: VW-Redaktion

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