Nach Negativ-Schlagzeilen: Kölner Pensionskasse fährt solides Ergebnis ein

Quelle: Bild von Gerd Rohs auf Pixabay

Im Mai 2019 sorgte die Kölner Pensionskasse mit einem offenen Brief an ihre Kunden für Schlagzeilen. Haarsträubende Fehler in der Unternehmensführung sorgten für eine finanzielle Schlagseite. Nun hat die Pensionskasse eine Bilanz für 2019 gezogen – mit verhaltenem Optimismus.

So schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr 2018 dem Ausgleich des Finanzbedarfs in der Bilanz 2017 mit einem soliden Ergebnis. Demnach beläuft sich das Geschäftsergebnis auf 0,343 Mio. Euro, welches dem Gründungsstock zugeführt wird. Der Versichertenbestand legte im Berichtsjahr mit 31.553 Versicherten im Vergleich zum Vorjahr leicht zu (Vorjahr: 31.449). Dies sei nach eigenen Angaben vor allem auf Vertragsteilungen zurückzuführen, die aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen vorgenommen wurden.

Die Beitragseinnahmen gingen jedoch leicht um 0,58 Prozent auf 21,97 Mio. Euro zurück. Zudem zahlte die Kölner Pensionskasse Versicherungsleistungen über 7,99 Mio. Euro (Vorjahr: 7,16 Mio. Euro) an ihre Kunden aus. Die Kapitalanlagen stiegen um 2,59 Prozent auf 353,71 Mio. Euro (Vorjahr: 344,75 Mio. Euro).

„Die Sanierung bedeutet einen gravierenden Einschnitt für die Kölner Pensionskasse und unsere Mitglieder. Unser oberstes Ziel ist es nun, die fortlaufenden Leistungen für unsere Versicherten sicherzustellen. Die Bilanz 2018 und auch die positiven Entwicklungen im aktuellen Geschäftsjahr zeigen, dass wir mit dem Sanierungskonzept den richtigen Weg eingeschlagen haben“, kommentiert Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender der Kölner Pensionskasse VVaG. Anfang Dezember 2018 hatte die Bafin der Kölner Pensionskasse das Neugeschäft untersagt.

Caritas Pensionskasse wieder auf Kurs?

Ähnlich kritisch ist es auch um das Schwesterunternehmen, die Caritas Pensionskasse, bestellt. Bereits im Mai 2018 hatte die Finanzaufsicht der Caritas das Neugeschäft untersagt. Mittlerweile konzentriert sich die Pensionskasse auf die betriebliche Altersversorgung von über 400 Einrichtungen der Caritas und der katholischen Kirche.

So beläuft sich das Geschäftsergebnis für 2018 auf 522,1 Tausend Euro (Vorjahr nach Sanierung null Euro), das der Verlustrücklage und somit den Eigenmitteln zugeführt wird. Der Versichertenbestand der Pensionskasse der Caritas sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 24.760 Versicherten (Vorjahr: 25.000). Die Beitragseinnahmen dagegen lagen mit 9,37 Mio. Euro rund 2,66 Prozent über dem Vorjahresergebnis (9,13 Mio. Euro). An Versicherungsleistungen wurden im Berichtsjahr 31,97 Mio. Euro ausgezahlt (Vorjahr: 32,08 Mio. Euro). Die Kapitalanlagen sanken um 2,7 Prozent auf 462,9 Mio. Euro ab (Vorjahr: 475,1 Mio. Euro).

„Die Sanierung bedeutet einen gravierenden Einschnitt für die Pensionskasse der Caritas und unsere Mitglieder. Zukünftig fokussieren wir uns auf die Betreuung unserer Mitglieder. Unser Ziel ist es, im Sinne unserer Mitglieder eine bestmögliche Leistungserbringung oder Abwicklung zu erreichen. Die Bilanz 2018 und auch die positiven Entwicklungen im aktuellen Geschäftsjahr zeigen, dass wir mit dem Sanierungskonzept den richtigen Weg eingeschlagen haben“, konstatiert Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse der Caritas VVaG.

Zudem gab die PKC personelle Veränderungen im Aufsichtsrat bekannt. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Oliver Butke, sein Stellvertreter ist Stefan Sendker. Der bisherige Aufsichtsratschef Thomas Vortkamp verbleibt als Mitglied des Kontrollgremium.

Autor: VW-Redaktion

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