Naturkatastrophen: Swiss Re investiert kräftig in Forschung und neue Technologien

Gebäude der Swiss Re. Quelle: Swiss Re

Die Swiss Re will stärker im Markt für die Rückversicherung von Naturkatastrophen mitmischen. „Swiss Re beabsichtigt, ihr Naturkatastrophen-Portefeuille weiter auszubauen und zu diversifizieren, mit positiver Gewinnauswirkung“, teilte der Schweizer Rückversicherer am Montag mit.

„Wir investieren in Forschungsaktivitäten und Technologien, die uns Vorteile beim Zugang zu wachsenden Risikopools wie Naturkatastrophen verschaffen“, betonte Vorstandschef Christian Mumenthaler in einer Unternehmensmitteilung. Die Geschäftsbereiche Corporate Solutions und Life Capital würden weiterentwickelt. „Dank der sehr starken Kapitalausstattung der Gruppe können wir diese Chancen nutzen und gleichzeitig weiterhin attraktive Aktionärsrenditen erwirtschaften.“

So rechnet der Rückversicherer aktuell damit, dass der Rückversicherungsmarkt für Naturkatastrophen in den nächsten vier Jahren von derzeit 30 Mrd. auf etwa 40 Mrd. US-Dollar wachsen wird. Um verstärkt alternatives Kapital zu bekommen, hatte die Swiss Re bereits im September die Geschäftseinheit Alternative Capital Partners gegründet.

Gerade die hohe Schadenbelastung durch Naturkatastrophen macht der Swiss Re derzeit schwer zu schaffen. Insgesamt musste der Rückversicherer in diesem Jahr etwa 1,1 Mrd. US-Dollar für Naturkatastrophen aufbringen. Davon entfallen rund 460 Mio. US-Dollar auf den Taifun „Faxai“ in Japan und rund 300 Mio. US-Dollar auf den Hurrikan „Dorian“ im Atlantik. So schätzt die Swiss Re die versicherten Schäden für den gesamten Markt infolge von Taifun „Faxai“ auf rund sieben Mrd. US-Dollar und infolge von Hurrikan „Dorian“ auf rund 4,5 Mrd. US-Dollar.

Die geschätzte Belastung aufgrund großer Man-made- Schäden betrug laut Rückversicher rund 310 Mio. US-Dollar. Diese entfallen vor allem auf die Folgen des Flugzeugabsturzes der Ethiopian Airlines und des anschließenden Flugverbots für alle Maschinen des Typs Boeing 737 MAX. Hinzu kommen die Schäden durch die Zwangsliquidation von Thomas Cook. Zudem drohen der Swiss Re weitere hohe Kosten etwa wegen des Taifuns “Hagbis”.

Autor: VW-Redaktion

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