Putzbach (sum.cumo): „Die Digitale Experimentierphase der Branche ist vorbei“

Ingolf Putzbach. Quelle: Sumcumo

sum.cumo hilft Versicherern bei der Digitalisierung. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und bietet Front- und Backendtechnik, die auf Internettechnologien basiert. Auch Insurtechs bedienen sich am Angebot des Dienstleisters. Etablierten Unternehmen will Geschäftsführer Ingolf Putzbach trotz alter Kernsysteme ein digitales Kundenerlebnis ermöglichen. Darüber lohnt es sich zu reden.

VWheute: Sie stehen „für erfolgreiche, ganzheitliche Digitalisierung von traditionellen Geschäftsmodellen“. Das sagt alle und nichts, bitte beschreiben Sie in wenigen Worten, was sie für wen tun.

Ingolf Putzbach: Im Kern verfügt sum.cumo über alle Fähigkeiten, um einen digitalen Versicherer mit hohem Automatisierungsgrad aufzubauen. Ausgehend von der digitalen Vertriebs- und Serviceplattform für Endkunden und Vertriebspartner können wir auch ein komplettes Bestandsverwaltungssystem zur Verfügung stellen. 

VWheute: Was sie anbieten, versprechen viele Unternehmen, was machen sie besser?

Ingolf Putzbach: Mit unserem Angebot aus modernen Front- und Backendlösungen, die auf aktuellen Internettechnologien beruhen, haben wir aus unserer Sicht eine Alleinstellung im Markt. Die meisten unserer Wettbewerber kommen aus der Welt der Bestandsverwaltungssysteme und nutzen Technologien, die nicht für die schnelle Entwicklung im Web gemacht wurden.

VWheute: Wer gehört in der Versicherungswelt zu ihren Kunden, wie entwickelt sich das Geschäft seit der Gründung im Jahr 2010?

Ingolf Putzbach: Wir verfügen in Deutschland über einen guten Mix aus etablierten Versicherern wie rhion.digital und der Bayerischen sowie digitalen Start-ups wie nexible oder freeyou. Seit Gründung konnten wir unser Geschäftsvolumen auf aktuell ca. 16 Mio. Euro Jahresumsatz steigern. Mehr als 150 Digitalexperten arbeiten heute in Hamburg, Düsseldorf und der Schweiz für sum.cumo.

VWheute: Was haben Sie im nächsten Jahr für Ziele, wen sehen sie als größten Konkurrenten in ihrem Feld.

Ingolf Putzbach: Unser Herz schlägt vor allem für unsere Kunden, die wir sowohl vertrieblich als auch prozessual noch erfolgreicher machen wollen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Produkte in Front- und Backend weiter vervollständigen und die Konfigurierbarkeit erhöhen. Unsere sum.cumo insurance platform (SCIP) werden wir in zwei Richtungen weiterentwickeln, zu einem vollwertigen Kernsystem für Sachversicherer und zu einer Onlinevertriebs- und serviceplattform, die Versicherer in die Lage versetzt, trotz alter Kernsysteme ein digitales Kundenerlebnis zu schaffen.

VWheute: Wenn Sie von einem Versicherer beauftragt würden, der digitaler Wandel zu gestalten. Wo würden sie ansetzten, was ist der wichtigste Punkt.

Ingolf Putzbach: Mut und Entschlossenheit des Managements sind die wichtigste Voraussetzung. Der digitale Wandel geht nur mit einer Offenheit gegenüber neuen Technologie und agilen Arbeitsmethoden. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass man selektiv auch Mitarbeiter mit einem anderen Kompetenzprofil und-erfahrungsschatz in die Projektteams einbauen sollte. Das Besondere an sum.cumo ist, dass wir diese Erfolgsfaktoren in die gemeinsame Projektarbeit einbringen und so sehr schnell zu Erfolgen kommen können, von denen dann die gesamte Organisation im Transformationsprozess profitiert.

VWheute: Sie müssen sich mit der Zukunft der Branche beschäftigen. Was denken Sie, wie wird sich die Versicherungswelt in den nächsten fünf Jahren entwickeln und wo sehen sie Ansätze für ihre Arbeit.

Ingolf Putzbach: Nach einer Experimentierphase sehen wir bei vielen Versicherern jetzt massive Investitionen in neue digitale Plattformen und Technologien. Das wird dazu führen, dass sich die Spreu vom Weizen trennt und viele Versicherer Kostennachteile nicht mehr kompensieren können. Dazu kommt die Veränderung der Vertriebskanäle durch demographische Effekte und ein verändertes Kundenverhalten. Für uns bedeutet das, dass wir uns auf viele spannende Projekte einstellen können als Enabler vor allem für mittelständische Versicherer, die die Digitalisierung aus eigener Kraft nicht bewerkstelligen können.

Autor: VW-Redaktion

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