Munich Re: Gewinne aus Finanzgeschäften federn hohe Katastrophenschäden ab
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Konzernsitz der Munich Re. Quelle: Munich Re

Neues Kapitel im aktuellen Zahlenreigen der Quartalszahlen: Die Munich Re hat in den ersten neun Monaten die bisherigen Erwartungen noch übertroffen. Der Gewinn von 864 Mio. Euro lag um satte 75 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraumes. Die hohe Schadenbelastung wurde indes mit hohen Gewinnen aus Finanz- und Währungsgeschäften abgefedert.

So lag die kombinierte Schaden-Kosten-Quote mit 104,7 Prozent deutlich über der kritischen Marke. Insgesamt musste der Rückversicherer allein in den letzten drei Monaten 981 Mio. Euro für die Schäden aus Naturkatastrophen aufbringen – zwei Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Während „Dorian“ und „Faxai“ mit 360 Mio. und 380 Mio. Euro zu Buche schlugen, dürfte Taifun „Hagibis“ im vierten Quartal „noch schadenträchtiger“ sein, heißt es bei der Munich Re weiter.

Dennoch sieht der Münchener Rückversicherer seine Gewinnerwartungen nicht gefährdet. Finanzvorstand Christoph Jurecka sieht den Konzern vielmehr auf einem guten Weg, sein Gewinnziel von 2,5 Mrd. Euro im laufenden Jahr zu übertreffen.

Leicht ins Stocken geriet hingegen die Erstversicherungstochter Ergo: Der Gewinn lag mit 339 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (359 Mio. Euro). Dabei erzielte der Düsseldorfer Versicherungskonzern vor allem in der Sparte Leben/Gesundheit Deutschland kaum noch Gewinn.

Autor: VW-Redaktion

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