Zwischen Drängeln und Handy-Nutzung: So steht es um das deutsche Verkehrsklima

Die Hölle sind immer die anderen – im Straßenverkehr ist diese höchst subjektive Wahrnehmung weit verbreitet, wie eine aktuelle Bürgerbefragung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) bestätigt. Demnach beurteilen Verkehrsteilnehmer ihr eigenes Verhalten deutlich milder als das der anderen. Besserung scheint nicht in Sicht: „Das Klima auf deutschen Straßen wird immer rauer und aggressiver“, schreiben die Fachleute. Auch ein mögliches Tempolimit auf Autobahnen polarisiert die Gesellschaft. Sorge bereitet UDV-Leiterin Kirstin Zeidler zudem, dass viele Menschen selbst am Steuer nicht vom Smartphone lassen können – dabei gäbe es Lösungen.

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Mehr Senioren an Unfällen beteiligt

Trotz eines allgemeinen Rückgangs der Unfallzahlen ist in Deutschland ein gegenläufiger Trend bei älteren Autofahrern zu beobachten: Immer mehr Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Todesfolge werden von Senioren verursacht, berichtet der GDV. Während die Gesamtzahl der an solchen Unfällen beteiligten Pkw-Fahrer zwischen 2013 und 2023 um rund zwölf Prozent auf 303.800 sank, nahm die Zahl der Beteiligten ab 75 Jahren im selben Zeitraum um 26 Prozent auf 21.500 zu.

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