SDK und Stuttgarter wollen ab sofort als „Die Süd“ angreifen – was planen Bader und Mitzlaff?

„Es ist geschafft“ – Stuttgarter-CEO Guido Bader gab sich erleichtert, als er am Montag gemeinsam mit SDK-Chef Ulrich Mitzlaff den offiziellen Zusammenschluss von Süddeutscher Krankenversicherung (SDK) und Stuttgarter verkündete – wenngleich „die eigentliche Fusion“ erst jetzt beginne, wie Bader vor Journalisten einräumte. Unter der neuen Dachmarke „Die Süd“ wollen beide Häuser künftig ihre Kräfte bündeln. Das wird auch nötig sein – etwa mit Blick auf die anstehende Altersvorsorgereform. Dass zum Beispiel Marktführer Allianz beim Vertrieb des Altersvorsorgedepots auf eine lukrative Makler-Vergütung setzt, scheint die beiden „Süd“-Chefs nicht zu beunruhigen. Man könne sich eine Vorfinanzierung der Courtage ebenfalls leisten, entgegnete Bader auf VWheute-Nachfrage.

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SDK und Stuttgarter arbeiten an finaler Zielstruktur: Prozess und Abstimmungen mit der Bafin „auf einem sehr guten Stand“

Die Bafin genehmigt durch Verfügung vom 27. Juli die Verschmelzung der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. als übertragender Gesellschaft mit der Süddeutschen Krankenversicherung a.G. als übernehmender Gesellschaft. Vergangenen Freitag machte die Aufsicht den Vorgang öffentlich. Die Transaktion ist Teil einer Umstrukturierung, mit der aus dem bisherigen Gleichordnungskonzern von SDK und Stuttgarter ein sogenannter Unterordnungskonzern werden soll. VWheute hat nachgehakt.

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Stuttgarter-Chef Bader zum Boost der Lebensversicherung: „Digitale Abschlussmöglichkeiten helfen wenig. Wir brauchen eine hybride Logik“

Der Absatz der Lebensversicherung stockt. Dafür gibt es viele Gründe. "ETF-Sparpläne lassen sich in drei Sätzen erklären, klassische Rentenversicherungen nicht. Das ist kein Vertriebsversagen, sondern ein struktureller Nachteil komplexer Produkte", erklärt Stuttgarter-Chef Dr. Guido Bader im Interview. Dass die Produkte früher transparenter und verständlicher waren, weist er zurück und rät, bei der Kostenkommunikation einen neuen Weg zu gehen.

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Lebensversicherung: Talsohle bei Beitragseinnahmen erreicht

Beim Blick auf die aktuelle Entwicklung der Branche stellt Stuttgarter Leben-Chef Guido Bader fest, dass das Neugeschäft der Branche derzeit gut laufe. Die Zinsen werden nach seiner Einschätzung auf längere Zeit auf einem auskömmlichen Niveau bleiben. „Daher können wir als Lebensversicherer ordentlich Geld anlegen“, so Bader. Auch die Aktienmärkte würden sich weitgehend erfreulich entwickeln. Die EU-Regulatorik bezeichnet der Manager als „Overkill.“

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