Hacker stehlen 160 Mio. Euro bei Krypto-Händler Wintermute

Kryptobörsen sind ein beliebiges Ziel von Hackern geworden.(Quelle: sergeitokmakov/Pixabay)

Wieder einmal ist eine Kryptobörse Opfer eines Hackerangriffes geworden. So haben Datendiebe bei einer Attacke auf den Londoner Krypto-Händler Wintermute rund 160 Mio. US-Dollar (etwa 160,2 Mio. Euro) entwendet. Dies bestätigte Gründer und Firmenchef Evgeny Gaevoy in einem Tweet.

Demnach seien etwa 90 unterschiedliche Kryptowährungen gestohlen worden. Allerdings sei lediglich bei zwei Kryptowährungen die Marke von einer Mio. US-Dollar geknackt worden, so Gaevoy weiter. Allerdings seien keine Auswirkungen auf der Kurs einzelner Kryptowährungen zu erwarten, berichtet das Online-Fachmagazin btc-echo.de. Zudem seien Wintermutes Aktivitäten auf zentralen Kryptobörsen und das Over the Counter (OTC)-Geschäft nicht betroffen. Außerdem sei das Unternehmen weiterhin zahlungsfähig und die Geschäfte würden unverändert weiterlaufen, heißt es weiter. 

Laut einer Analyse der US-Handelskammer FTC haben allein seit Anfang 2021 mehr als 46.000 Menschen über eine Milliarde Dollar durch entsprechende Betrügereien verloren. Allein im Jahr 2021 waren die Verluste mit fast 680 Mio. Dollar fast sechsmal so hoch wie im Jahr 2018. Im ersten Quartal 2021 beliefen sich die gemeldeten Verluste durch Kryptowährungsbetrug bereits auf 329 Millionen US-Dollar, zitiert das Insurancejournal das FTC.

Fast vier von jeden gemeldeten zehn US-Dollar, die durch einen Betrug mit Ursprung in sozialen Medien verloren ging, wurde in Krypto verloren, weit mehr als jede andere Zahlungsmethode. Etwa ein Drittel der Betrugsfälle hatte seinen Ursprung auf Instagram, gefolgt von Facebook (26 Prozent), WhatsApp (neun Prozent) und Telegram (sieben Prozent) – in der Regel beginnend mit einer Anzeige, einem Beitrag oder einer Direktnachricht.

Der durchschnittliche individuelle Verlust betrug 2.600 US-Dollar, und Menschen im Alter von 20 bis 49 Jahren sind mehr als dreimal so häufig Opfer von Kryptowährungsbetrug, so die FTC. Die drei wichtigsten Kryptowährungen, die nach eigenen Angaben zur Bezahlung von Betrügern verwendet wurden, waren Bitcoin (70 Prozent), Tether (zehn Prozent) und Ether (neun Prozent).

Autor: VW-Redaktion

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