Licht und Schatten: Top Zwölf-Lebensversicherer im Vergleich

Wie ist es aktuell um die deutschen Lebensversicherer bestellt? Bildquelle: mohamed Hassan auf Pixabay

Wie ist es momentan um die deutschen Lebensversicherer bestellt? Entsprechende Antworten darauf soll eine neue Analyse des Instituts für Finanzwirtschaft der Hochschule Ludwigshafen geben. Die Ergebnisse fallen – wie schon in den Jahren zuvor – sehr unterschiedlich aus. Ihre Spitzenposition erneut verteidigt hat die Allianz Leben.

Allerdings hat sich in diesem Jahr ein weiteres Unternehmen als „sehr stark“ erwiesen. So bildet die Allianz gemeinsam mit der Axa Leben und jeweils 750 Punkten das Spitzenduo. So habe der Marktführer zwar deutlich geringere Beitragseinnahmen verzeichnet, weil er „bewusst auf gewisses Geschäft gegen Einmalbeitrag“ verzichtet habe. Dennoch würden sich die Münchener weiterhin durch relativ niedrige Betriebskosten und hohe Bewertungsreserven in den Kapitalanlagen auszeichnen. Die Axa zeichne sich hingegen durch eine starke Ertragskraft – gemessen an den Kapitalerträgen zum durchschnittlichen Kapitalanlagebestand – aus.

Quelle: Institut für Finanzwirtschaft der Hochschule Ludwigshafen

Betriebswirtschaftlich „relativ schwach“ seien die beiden öffentlich-rechtlichen Versicherer Bayern-Versicherung und SV Leben. Beide sind laut Analyse in den Verbraucherinteressen ohne Abzug und erreichen die Note ausreichend (3,7). Gegenüber dem Vorjahr ist eine schwächere Bewertung aus der Kapitalanlage verantwortlich, und generell ist auch die Verlustreserve relativ schwach, heißt es in der Analyse weiter.

Quelle: Institut für Finanzwirtschaft der Hochschule Ludwigshafen

Mit Blick auf die Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2021 zeige sich, liegt die SV Leben mit einem Zuwachs von 11,5 Prozent deutlich vorn, gefolgt von der Generali D Leben mit 7,8 Prozent und der Alte Leipziger Leben mit 4,7 Prozent. Einen Rückgang von 16,0 Prozent tolerierte die Allianz Leben. Maßgebend war das Einmalbeitragsgeschäft, wie man am Vergleich der Anteile für das Geschäftsjahr 2021 und 2020 ablesen kann. Der Rückgang der Bayern-Versicherung mit 6,6 Prozent ist wohl auf die Verschmelzung zurückzuführen. Trotz starker Rückführung des Einmalbeitragsgeschäfts ist der Beitragsrückgang der R+V Leben moderat, was ebenfalls mit der Verschmelzung zu tun haben dürfte. Auch im Zehnjahresergebnis zeigt sich laut Studie die Entwicklung des Einmalbeitragsgeschäfts des Jahres 2021 mit reduzierten jährlichen Steigerungsraten.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

16 − 12 =