Urteil auf Entschädigung: Ford muss 1,7 Mrd. US-Dollar für Unfalltod zahlen

Autos der F-Reihe von Ford sind in den USA so verbreitet wie einst die Golf-Varianten von Volkswagen in Deutschland (Bildquelle: RJA1988/Pixabay)

Der US-Automobilbauer Ford soll für den Unfalltod eines Ehepaares in den USA einen Schadenersatz von rund 1,7 Mrd. US-Dollar zahlen. Dies hat ein US-Gericht im US-Bundesstaat Georgia entschieden. Demnach soll ein Konstruktionsfehler in einem Pickup für den Unfall verantwortlich sein. Ford hat eine andere Sichtweise.

Das Ehepaar war im April 2014 bei einem Unfall in einem Pickup von Ford ums Leben. Aufgrund einer Reifenpanne habe sich das Fahrzeug mehrfach überschlagen, dabei sei Dach des Wagens nach innen eingedrückt worden und habe die Insassen verletzt. Medienberichten zufolge soll es mit dem Ford-Modell F-250 Super Duty zu mehreren ähnlichen Unfällen gekommen sein. So wiesen die Anwälte der Kläger allein auf mehr als 80 ähnliche Unfälle mit Todes- oder Verletzungsfolge hin, bei denen die Wagendächer eingedrückt worden seien.

Die Geschworenen im Bezirk Gwinnett County hatten nun im Sinne der Kläger entschieden. Die Schadenersatzsumme setze sich demnach aus einer Entschädigung für die Kläger und einer Strafzahlung für den Beklagten zusammen, die über den tatsächlich erlittenen Schaden hinausgehe.

Ford selbst will das Urteil allerdings nicht akzeptieren und in Berufung gehen. Der Automobilbauer betont, das Urteil sei „nicht durch Beweise gestützt“. Dabei hatten die Anwälte mehrere Studien zitiert, wonach das Dach stabil genug gewesen sein soll, um einem Stoß wie bei dem Unfall zu widerstehen.

Ob die nächst höhere Instanz der Berufung stattgeben wird, ist bislang noch offen.

Autor: VW-Redaktion

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