Lloyd’s will Sanktionen gegen Russland unterstützen

Konzernsitz von Lloyd's of London. Quelle: Lloyds

Der Westen hat Russland wegen seines Einmarsches in die Ukraine mit harten Sanktionen belegt. Die Versicherer reagieren ebenfalls darauf. So will der britische Versicherungsmarkt Lloyd’s of London die Sanktionen unterstützen. Der norwegische Staatsfonds zieht zudem seine Investitionen aus Russland ab.

„Wir arbeiten proaktiv mit der britischen Regierung und den internationalen Aufsichtsbehörden zusammen, während sich die Situation entwickelt, und werden alle Sanktionen unterstützen. Wir beobachten weiterhin die äußerst besorgniserregende Situation in der Ukraine und unsere Gedanken sind in erster Linie bei den direkt Betroffenen“, wird Patrick Tiernan, Lloyd’s Chief of Markets, bei der Straits Times zitiert. „Wir arbeiten eng mit dem gesamten Lloyd’s-Markt und den einschlägigen Verbänden zusammen, um das effiziente Funktionieren unseres Marktes während der Krise für alle Kunden und Beteiligten zu gewährleisten“, betont Tiernan.

Die britische Regierung hatte in den vergangenen Tagen Sanktionen gegen fünf Banken und drei Einzelpersonen verhängt. Deren Vermögen in Großbritannien werde eingefroren und Reisen nach Großbritannien würden unterbunden. Zudem will die britische Regierung auch russische Unternehmen vom Londoner Kapitalmarkt abschneiden.

Auch der norwegische Staatsfonds reagiert auf den Konflikt und will seine Investitionen in Russland wieder abziehen. Laut einem Bericht des norwegischen Rundfunks NRK hatte der größte Staatsfonds der Welt zum Jahreswechsel 25 Mrd. norwegische Kronen (umgerechnet rund 2,5 Mrd. Euro) dort investiert. Zudem will sich Norwegen auch den Sanktionen der EU gegen Moskau anschließen, sowie die Ukraine mit Geld für humanitäre Hilfe und militärischer Schutzausrüstung unterstützen, teilte die Regierung mit.

Autor: VW-Redaktion

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