Höchste Auszahlungen bei US-Lebensversicherungen durch Covid seit der Spanischen Grippe 1918

Die Generali investiert in die Therapieforschung Post-Covid-Erkrankungen. (Quelle: KitzD66/Pixabay)

In den USA zahlten Lebensversicherer auf dem Höhepunkt der Covid-19-Pandemie im vergangenen Jahr mehr als 90 Mrd. Dollar an Todesfallleistungen aus. Dies ist der höchste Anstieg in einem einzelnen Jahr seit der Grippeepidemie von 1918, wie Daten des American Council of Life Insurers (ACLI) zeigen.

Die Auszahlungen von Todesfallleistungen stiegen in den USA 2020 um 15,4 Prozent von 78,36 Mrd. Dollar im Jahr 2019 auf 90,43 Mrd. Dollar, wie die Zahlen von ACLI zeigen. Zum Vergleich: Während der Grippepandemie stiegen die Auszahlungen um 41 Prozent. Die Spanische Grippe forderte von 1918 bis 2020 Schätzungen zufolge 20 bis 50 Millionen Menschenleben – bei einer Weltbevölkerung von 1,8 Milliarden.

Dem Wall Street Journal zufolge waren die Auswirkungen auf den Lebensversicherungssektor geringer als zu Beginn der Pandemie erwartet, da viele der Opfer ältere Menschen waren, die in der Regel kleinere Policen haben.

Die Daten von ACLI zeigen auch, wie sich COVID-19 auf den Verkauf von Policen ausgewirkt hat: Der Rat verzeichnete im vergangenen Jahr einen Lebensversicherungsschutz in Höhe von insgesamt 20,4 Billionen Dollar, darunter einen Rekordwert von 3,3 Billionen Dollar bei den abgeschlossenen Lebensversicherungsverträgen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 43,1 Millionen Lebensversicherungspolicen in den USA abgeschlossen. Die Zahl umfasst Gruppenlebensversicherungen, die hauptsächlich über Arbeitgeber erhältlich sind und die von 2019 bis 2020 um 19 Prozent gestiegen sind sowie Einzelversicherungen, die im gleichen Zeitraum um fast drei Prozent wuchsen.

Den Zahlen zufolge stiegen die Rentenzahlungen an die Verbraucher im Jahr 2020 auf 91 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In diesem Zeitraum stiegen die Vermögenswerte der Branche von 7,6 Billionen Dollar auf 8,2 Billionen Dollar, ein Zuwachs um 7,7 Prozent.

Autor: VW-Redaktion

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