Neuer D&O-Fall? Ex-Manager der Energiefirma EEV müssen sich wegen Betruges verantworten

Ehemalige Manager der EEV AG müssen sich wegen Betruges verantworten. Quelle: Bild von Sang Hyun Cho auf Pixabay

Haben fünf ehemalige Mitarbeiter der EEV Erneuerbare Energien Versorgung AG Anleger eines Offshore-Windparks und eines Biomassekraftwerkes um mehr als sechs Mio. Euro betrogen? Diese Frage wird nun vor der großen Wirtschaftskammer des Landgerichts Göttingen verhandelt.

Demnach sollen die Angeklagten zwischen Oktober 2012 und August 2014 sogenannte Namensgenussrechte für einen Offshore-Windpark an 552 Anleger verkauft haben, berichtet der Stern unter Berufung auf eine Gerichtssprecherin. Dabei sollen diese allerdings verschwiegen haben, dass es nur eine geringe Chance auf eine Realisierung gegeben habe.

Am Ende wurde der Windpark, der in einem Militärgebiet gelegen hätte, nie gebaut. Die Göttinger EEV ist inzwischen insolvent. Der Schaden beläuft sich auf laut Bericht mindestens 4,6 Mio. Euro. Doch das ist nicht alles: Anfang 2014 sollen die Männer 126 Anleger bei der Finanzierung eines Biomassekraftwerkes getäuscht haben. Der Schaden wird laut Stern auf mindestens 1,8 Mio. Euro beziffert.

Bislang sind 16 Verhandlungstage bis April 2022 angesetzt.

Autor: VW-Redaktion

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