Missbrauchsskandal im US-Olympia-Team: Nationales Olympisches Komitee verklagt elf Versicherer

Quelle: Bryan Allison / flickr /https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Larry Nassar arbeitete fast 30 Jahre lang für den US-Turnverband USA Gymnastics, davon 18 Jahre als Mannschaftsarzt der Frauen. In dieser Zeit soll er fast 300 Turnerinnen sexuell missbraucht haben, darunter die Weltmeisterin Simone Biles. Das Nationale Olympische Komitee der Vereinigten Staaten hat nun elf Versicherer verklagt, darunter Chubb und AIG, weil sie die Entschädigungszahlungen verzögern.

Es ist einer der größten Missbrauchsskandale in der Geschichte der USA und wurde auch von Netflix in einer Dokumentation beleuchtet („Athletin A“). Nassar wurde 2018 der Prozess gemacht, er wurde zu fast 300 Jahren Gefängnis verurteilt.

Nassar arbeitete auch an der Michigan State University. Die Universität versprach insgesamt 500 Mio. Dollar an die Opfer auszuzahlen. Der US-Olympiaverband hat den Opfern 215 Mio. Dollar angeboten. Anscheinend verzögern sich jedoch die Verhandlungen um einen Vergleich, weil laut dem Verband die Versicherer keine Eile verspüren. Nun wurde gegen elf von ihnen, darunter Chubb und AIG, vom US-Olympiateam eine Klage eingereicht.

Die Netflix-Doku zeigt, dass Teenager durch brutale Methoden von ihren Trainern zu Höchstleistungen getrieben werden. Zum Missbrauch ist es daher nur ein gleitender Übergang. Die meisten Mädchen kommen bereits mit zehn Jahren in die Obhut von Trainern. In ihrem jungen Alter war vielen, an denen Nassar sich verging, gar nicht klar, welches Unrecht ihnen geschah. 

Autor: VW-Redaktion

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