Hurrikan-Saison außer Kontrolle: „Sally“ bringt in vier Stunden so viel Regen wie in vier Monaten

U.S. Coast Guard / flickr /https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Die diesjährige Hurrikan-Saison dürfte rekordverdächtigen Schaden anrichten. Erst vor drei Wochen hatte der Sturm „Laura“ Louisiana getroffen und dort schwere Zerstörungen angerichtet. Nun verwüstete „Sally“ den südlichen US-Bundesstaat erneut sowie Gebiete in Alabama und Florida. Die Öl- und Gasförderung wurde in der Region gestoppt.

Das Hurrikanzentrum NHC erwartet für die Saison bis zu 25 Stürme, Laura war erst der zwölfte. In durchschnittlichen Jahren gibt es an der Atlantikküste zwölf Stürme, von denen sich drei zu Hurrikans der Kategorie drei, vier oder fünf entwickeln. „Sally“ ist inzwischen der achte Tropensturm mit Hurrikanstärke, der auf das US-Festland dieses Jahr traf.

Häuser wurden zerstört oder beschädigt, Straßen standen unter Wasser, mehr als 540.000 Haushalte hatten keinen Strom. Die Überschwemmungen an der Küste hätten „historische und katastrophale Ausmaße“, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum. Hunderte Menschen wurden in den betroffenen Gebieten von Helfern in Sicherheit gebracht. In der Stadt Pensacola in Florida sei binnen vier Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in vier Monaten, sagte Feuerwehrchefin Ginny Cranor dem Nachrichtensender CNN.

Der Sturm „Isaias“ aus dem August kostete die Versicherer 4,2 Mrd. Dollar. „Laura“ könnte laut der Analysefirma CoreLogic einen versicherten Schaden von acht bis 12 Mrd. Dollar angerichtet haben. Für „Sally“ wird bereits jetzt mit Schäden von fünfi Mrd. Dollar gerechnet.

Ein Großteil der amerikanischen Offshore-Öl- und Erdgasproduktion findet an der Golfküste stand. Wie bei „Laura“ musste auch bei „Sally“ die Raffineriekapazität heruntergefahren und die Exportlieferungen gestoppt werden.

Autor: VW-Redaktion

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