Hurrikan „Laura“: Versicherer kommen glimpflich davon

Quelle: NASA / flickr / https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

„Laura“ war am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf das US-Festland getroffen. Die große Städte wie Houston und New Orleans hat der Sturm gemieden. Die versicherten Schäden belaufen sich laut der Analysefirma CoreLogic auf etwa acht bis zwölf Mrd. Dollar – viel weniger als befürchtet.

Davon fallen auf Texas „nur“ 500 Mio. Dollar ab. Das Insurance Council of Texas meldete etwa 9.000 Schadenfälle. Eine Sprecherin sagte, dass Sie viel mehr erwartet hätten. Auch seien die gemeldeten Kfz-Schadenfälle mit 2.700 sehr gering. Der Großteil der versicherten Schäden wurde im Nachbarstaaat Louisiana registriert. Dort wütete genau vor 15 Jahren der bislang wohl stärkste Sturm, „Katrin“, der die Großstadt New Orleans verwüstete und die Versicherer 57 Mrd. Dollar kostete.

Die anfänglich hohen Schadenschätzungen für „Laura“ sind der Tatsache geschuldet, dass man annahm, der Sturm würde Texas und seinen vielen Öl-Anlagen mit voller Wucht treffen. „Laura“ hat bereits die Offshore-Öl- und Erdgasproduktion unterbrochen, ein Drittel der Raffineriekapazität an der Golfküste wurde geschlossen und Exportlieferungen gestoppt. Chuck Watson, Analysten von Enki Research, prognostizierte gegenüber Bloomberg, dass ein Schaden zwischen sechs und 18 Mrd. Dollar möglich sei. Etwa zehn bis zwölf Prozent der US-Raffineriekapazität könnten für mehr als sechs Monate stillgelegt werden.

Diese Prognose ist nicht eingetroffen, weil der Sturm Texas relativ verschonte. Dennoch ist der Sturm der bisher stärkste in diesem Jahr, mindestens sechs Menschen starben. Die Wucht des Sturms deckte Dächer ab, riss Fassaden von Häusern und ließ Strommasten umknicken. Das Stromnetz habe großen Schaden genommen. Den gesamtwirtschaftlichen Schaden beziffert Moody’s  auf 20 Mrd. Dollar.

Das Hurrikanzentrum NHC erwartet für die Saison bis zu 25 Stürme, Laura ist erst der zwölfte. In durchschnittlichen Jahren gibt es an der Atlantikküste zwölf Stürme, von denen sich drei zu Hurrikans der Kategorie drei, vier oder fünf entwickeln. Die Wirbelsturmsaison endet Ende November. Demnach könnte es für Versicherer noch teuer werden.

Autor: VW-Redaktion

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