Phantom-LV und Erbschaftsstreit beim Weinhändler Hawesko

Streit um eine Phantom-LV beim Weinhändler Hawesko. Quelle: Gerd Altmann, Pixabay

Zank um eine ominöse Lebensversicherung bei einem der größten deutschen Weinhändler. In einem Erbschaftsstreit rund um das Unternehmen Hawesko werden nun die Anwälte bemüht, im Kern des Falles steht eine Lebensversicherung, die es (wohl) nicht gab und eine Millionenforderung.

Vor rund vier Jahren war der langjährige Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsaktionär des Unternehmens Alexander Margaritoff verstorben. Laut Aussage seiner minderjährigen Kinder beziehungsweise deren Anwalt, wurden dem Ex-Vorstand bei seiner Einstellung eine Lebensversicherung zugesichert, dieses Versprechen jedoch nie eingelöst, wie der Spiegel und die Mopo melden. Nachvollziehbarerweise gibt es daher auch keine Leistung für die Hinterbliebenen, die Mopo hatte getitelt: „Versicherung zahlt nicht […]“.

Den siebenstelligen Betrag fordert der Anwalt der Kinder nun vom Unternehmen. Für den 6. November dieses Jahres ist eine mündliche Verhandlung beim Landgericht Hamburg angesetzt.

Laut Medienberichten hatte Margaritoff den Hamburger Weinhändler Hawesko von seinem Vater geerbt und von 1981 bis 2015 zu einem führenden Weinhandelsunternehmen ausgebaut. Zu dem Konsortium zählen der Online-Händler Hawesko und die Einzelhandelskette Jacques‘ Wein-Depot sowie Großhandel- und Spezialhändler und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Der Umsatz soll bei 556 Millionen Euro liegen.

Das Unternehmen wollte nach Medienberichten zu dem Fall keinen Kommentar abgeben.

Autor: VW-Redaktion

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