Versicherer zahlt 200 Mio. Euro für eingestürztes Kölner Stadtarchiv
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Stadt Köln. Quelle: Bild von Gerd Rohs auf Pixabay

Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor elf Jahren kommt auch die Versicherer teuer zu stehen. So zahlt allein die Baufirma Bilfinger rund 200 Mio. Euro, die vollständig vom Versicherer übernommen werden. Mit der Zahlung seien sämtliche zivilrechtlichen Forderungen abgegolten, die im Zusammenhang mit dem Einsturz des Stadtarchivs Köln diskutiert worden, heißt es vom Unternehmen.

Die Stadt Köln veranschlagte die gesamte Schadenssumme auf 1,3 Mrd. Euro. Allerdings hatte der Kölner Stadtrat einem Vergleich zugestimmt, wonach die am damaligen U-Bahn-Bau beteiligten Firmen – nämlich die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und die Arbeitsgemeinschaft Nord-Süd-Stadtbahn Köln Los Süd (Arge)  – der Stadt 600 Mio. Euro bezahlen, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Außerdem sehe der Vergleich vor, dass die Firmen die U-Bahnstrecke auf eigene Kosten zu Ende bauen. Zudem sollen sie einen Gedenkraum für die Opfer errichten. Bilfiger ist zu einem Drittel an Arge beteiligt.

Bei dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009 kamen zwei Menschen ums Leben. Unzählige historische Dokumente wurden laut dpa verschüttet und werden seitdem restauriert, was noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen soll. Zudem wurde ein Oberbauleiter 2019 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Dieser soll beim Bau einer U-Bahn-Haltestelle vor dem Archivgebäude seine Überwachungspflichten verletzt haben.

Autor: VW-Redaktion

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