Bilfinger-Aktionäre fordern Schadenersatz von ehemaligen Vorständen

Quelle: Bilfinger

Den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten und Bilfinger-Vorstandschef Roland Koch (CDU) scheint die Vergangenheit wieder einzuholen. Die Aktionäre des Mannheimer Industriedienstleisters haben den Aufsichtsrat erneut aufgefordert, den ehemaligen Vorständen wegen laxen Vorgehens gegen Korruption einen Schadenersatz abzuringen.

„Wir erwarten, dass der Aufsichtsrat bis zur Hauptversammlung im Frühjahr endlich reinen Tisch gemacht hat“, wird Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), bei der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert. Allerdings müsse die Zahlung angemessen sein, heißt es weiter. „Wir dulden weiterhin keinen Mickey-Mouse-Vergleich“, so Tüngler.

Das Unternehmen fordert von zwölf ehemaligen Vorständen einen Schadenersatz wegen Versäumnissen im Kampf gegen Korruption. Davon betroffen sind alle ehemaligen Vorstände, die in den Jahren 2006 bis 2015 im Amt waren. Dies gilt somit auch für den ehemaligen hessischen Ministerpräsident Roland Koch, der von 2011 bis 2014 den Vorstandsvorsitz bei Bilfinger innehatte.

Tüngler spricht dabei von Betrag von mehr als 100 Mio. Euro, wobei jeder Manager individuell, begleitet von einer Haftpflichtversicherung für Führungskräfte, mit dem Aufsichtsrat am Verhandlungstisch sitze.

Autor: VW-Redaktion

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