AfD will in der PKV Portabilität der Alterungsrückstellungen

Bei den PKV-Rückstellungen geht es um Milliarden. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags wird am Mittwoch über einen Antrag der AfD-Fraktion beraten, der bei einem Kassenwechsel eine Mitnahme der Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) vorsieht. Das Ziel sei eine Stärkung des Wettbewerbs, der PKV-Verband lehnt eine Änderung ab.

Der PKV-Verband verweist darauf, dass die Alterungsrückstellungen eine kollektive Risikovorsorge seien, um die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zu gewährleisten.

Nach Einschätzung der AfD-Fraktion ist der Wettbewerb in der PKV aufgrund der stark eingeschränkten Möglichkeiten der Versicherten, beim Anbieterwechsel die Alterungsrückstellungen mitzunehmen, stark begrenzt. „Der Wettbewerb findet deshalb innerhalb der PKV überwiegend bei Neukunden statt, bereits Versicherte sind in der Realität häufig lebenslang an ihren Anbieter gebunden.“ Eine Mitnahme der Alterungsrückstellungen sei ohne weiteres realisierbar, schreibt die AfD in ihrem Antrag.

Nach Einschätzung des PKV-Verbands wechseln fast nur Junge und Gesunde ihre Krankenkasse. Damit würde jeder Wechsel zu einer Verschlechterung der Risikomischung führen, erklärte ein Verbandssprecher in Berlin gegenüber VWheute. Das wäre eine Entsolidarisierung der Tarife zu Lasten der älteren und kränkeren Versicherten. Für sie würde es in der Folge teurer. Zudem gebe es bis heute kein praktikables Modell für eine Portabilität. Alle theoretischen Modelle seien mit negativen Nebenwirkungen behaftet.

Anmerkung: Der Vorgang wird unter der Bundestagsdrucksache 19/9233 gelistet.   

Autor: Manfred Brüss

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