R+V kündigt Provisionsausfallversicherung QTA

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Die Thomas-Cook-Insolvenz hat Reisebüros Provisionen gekostet – bei der QTA Versicherung wurde der Schaden zumindest teilweise ausgeglichen. Doch nach 50.000 Schadensfällen hat die R+V Versicherung nun den Rahmenvertrag mit QTA zum 8. Februar gekündigt.

Man habe versucht, einen neuen, passenden Versicherungsschutz auszuhandeln. Das sei jedoch nicht gelungen, bedauert die Reisebürokooperation (rtk) in einem Newsletter an die Reisebüros. Als größte Reisebürokooperation Europas umfasst die rtk Gruppe mit Hauptsitz in Burghausen derzeit rund 4.000 Reisebüros und bündelt einen Umsatz von drei Mrd. Euro.

Rtk-Geschäftsführer Thomas Bösl lobte die Reisebüros, die sich in den vergangenen Monaten „mit allergrößtem Aufwand“ um die Opfer der Thomas-Cook-Insolvenz gekümmert haben, ohne nach einer höheren Vergütung zu fragen. Die Reisebüros haben eine Provisionsausfallversicherung abgeschlossen. Mehr als 50.000 Schadensfälle sind bislang bei QTA eingegangen, die zur Verfügung stehende Summe ist jedoch auf eine Million Euro begrenzt.

Die Provisionsausfallversicherung wurde nach der Insolvenz von Thomas Cook intensiv nachgefragt. Doch die R+V stoppte die Neuanträge. Nun macht die R+V von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und kündigt die QTA-Rahmenvertrag abgeschlossene Provisionsausfallversicherung.

Wie es für die Reisebüros weitergeht, ist unklar. Gespräche mit Veranstaltern und Versicherungen liefen bereits, schreibt die rtk. Bis Ende des Geschäftsjahres sollen „tragfähige Lösungen“ vorliegen. „Wir vertreten die Interessen der Reisebüros und halten Sie auf dem Laufenden.“ Die rtk informiert, dass die R+V mit Touristik Assekuranz Service (TAS) eine neue Form der Versicherung erarbeitet hat, die in zwei Varianten über die TAS abgeschlossen werden könne.

Autor: VW-Redaktion

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