Fitch: Taifun „Hagibis“ wirkt sich auf die Gewinne der Versicherer aus

Die japanische Hauptstadt Tokio. Quelle: Bild von Jason Goh auf Pixabay

Der Taifun „Hagibis“ wird sich voraussichtlich auf die Gewinnerwartungen der drei wichtigsten Nichtlebensversicherer MS & AD, Sompo und Tokio Marine auswirken. Allerdings werde der Wirbelsturm keine Folgen auf Kapitalstärke der drei betroffenen Rückversicherer hat, auch keine Folgen auf Ratings haben, heißt es bei der Ratingagentur Fitch.

Zudem geht die Ratingagentur davon aus, dass die Nettoverluste der Unternehmen nach Auflösung von Rückversicherungs- und Katastrophenreserven im Verhältnis zu ihrem Gesamtergebnis begrenzt sein werden. Nach Ansicht der Analysten weit mehr als die Hälfte der versicherten Schäden vom Rückversicherungssektor gedeckt oder teilweise von Genossenschaften wie Zenkyoren getragen werde, die den japanischen Agrarsektor versichern. Die Erstversicherer tragen daher wahrscheinlich weniger als die Hälfte der gesamten versicherten Schäden, so Fitch weiter.

Die habe zur Folge, dass die japanischen Nichtlebenversicherer ihren Rückversicherungsschutz aus und sehen sich infolge der häufiger auftretenden wetterbedingten Katastrophenschäden höheren Rückversicherungsprämien ausgesetzt. Wetterbedingte Ereignisse im Geschäftsjahr 2019 machten laut Fitch drei der zehn größten Sturm- und Überschwemmungsschäden in der Geschichte Japans aus. „Hagibis“ folgte im September dem Taifun „Faxai“, für den AIR Worldwide zwischen 340 und 740 Mrd. Yen an versicherten Schäden veranschlagt.  

Autor: VW-Redaktion