Mercer-Studie: Deutsches Rentensystem so lala

Rente, Gearalt auf Pixabay.

Über nichts wird so erbittert gestritten wie über die gesetzliche Rente. Einige halten das System für unfair, andere streiten für mehr Zukunftssicherheit. Dazwischen und darüber hinaus gibt es tausend weitere Ansichten. Was hierzulande verbessert werden muss und wie gut das deutsche System im Vergleich zu anderen Ländern ist, hat nun eine Studie ermittelt. Niedriglohn-Rentner sollten mehr Unterstützung erhalten.

Insgesamt wurden in der Studien 37 Länder vom Beratungsunternehmen Mercer verglichen, Deutschland belegt den 13. Platz. Die Niederlande findet sich erneut auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Dänemark. Diese Länder sind „am besten auf die Herausforderungen der älter werdenden Bevölkerung vorbereitet“.

Was Deutschland besser machen kann

„Die diesjährige Studie zeigt, dass das Altersvorsorgesystem in Deutschland bei den Faktoren Angemessenheit und Integrität stabil ist. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit muss es allerdings verbessert werden. Unser Rentensystem muss nachhaltig gestärkt werden und dazu gehört neben einer soliden Finanzierung auch, dass die flächendeckende Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung – gerade im Niedriglohnsektor – forciert wird“, erklärt Achim Lüder, CEO Mercer Deutschland.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz sei „bisher weitgehend wirkungslosgeblieben“, schreibt Mercer. Insbesondere die Tarifparteien seien gefordert, die Voraussetzungen zur Einführung von Sozialpartnermodellen zu schaffen. Daneben sind aber auch die Unternehmen aufgefordert, die betriebliche Altersvorsorge als einen zentralen Benefit attraktiver zu machen, erklärt Lüder.

Weitere Empfehlungen sind die Ergänzung des umlagefinanzierten Systems durch kapitalgedeckte Modelle, die Anhebung der Mindestrenten für Niedriglohn-Rentner und eine weitere Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer. Zudem sollte die Kommunikation an die Leistungsempfänger verbessert und die bAV-Teilnahmequoten erhöht werden.

Ergebnisse des Melbourne Mercer Global Pension Index (MMGPI), der in diesem Jahr zum elften Mal erschienen ist und fast zwei Drittel der Weltbevölkerung abdeckt.

Autor: VW-Redaktion

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