SCHLAGLICHT

Debeka-Chef Brahm: Keine PKV-Kundenwelle durch GKV-Reform

Debeka-Chef Thomas Brahm geht hart mit der Politik ins Gericht: Im Interview mit der FAZ kritisiert er sowohl die geplanten Änderungen bei der Altersvorsorge als auch die aktuelle Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Letztere sei „nicht mal eine echte Reform“, sondern lediglich ein Pflaster für steigende Ausgaben, so Brahm. Auch Hoffnungen auf einen daraus resultierenden Ansturm auf die private Krankenversicherung erteilt er eine Absage.

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UNTERNEHMEN & MANAGEMENT

Hackerangriff auf Athora-Großaktionär Apollo

Der Finanzinvestor Apollo, der unter anderem ein knappes Viertel an der europäischen Run-off-Plattform Athora hält, wurde Opfer eines Hackerangriffs. Wie der New Yorker Vermögensverwalter offiziell einräumte, drangen Angreifer in die Cloud-Systeme ein und erbeuteten sensible personenbezogene Daten. Das Vorgehen der Täter wird der Hackergruppe Scattered Spider zugerechnet, die zuvor bereits Versicherer wie Aflac und Allianz Life ins Visier nahm.

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Maklernetzwerk Steadfast gibt grünes Licht für Übernahmeangebot

Ein Eigentümerwechsel beim australischen Maklernetzwerk Steadfast wird immer wahrscheinlicher. In einer Mitteilung sprach sich der Vorstand einstimmig dafür aus, das Übernahmeangebot eines von den Finanzinvestoren Dragoneer Investment Group und KKR gestützten Konsortiums anzunehmen. Steadfast wird darin mit rund 7,7 Mrd. Australischen Dollar (5,51 Mrd. US-Dollar) bewertet.

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Fitch über Rückversicherer: Hohe Renditen – doch Preisrückgänge bereiten Sorgen

Nachdem die vier großen Rückversicherungsplayer Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück und Scor ihre Halbjahreszahlen vorgelegt haben, zieht die Ratingagentur Fitch ebenfalls Bilanz: Wenige Großschäden und starke Kapitalanlagen bringen den Konzernen Rekordrenditen. Im Schaden- und Unfallbereich zeigen sich jedoch spürbare Umsatzrückgänge – und aufeinanderfolgende Preissenkungsrunden bei den Erneuerungen dürften die Ergebnisse der kommenden Quartale belasten.

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Kfz-Versicherer verdienen wieder Geld – aber bleibt das auch so?

Die strapaziöse Rosskur hat sich für die deutschen Kfz-Versicherer ausgezahlt, doch es bleibt die Sorge, dass die Markterholung nicht von Dauer sein könnte. Dieses gemischte Bild offenbart der Blick in zwei jeweils unabhängig voneinander veröffentlichte Marktanalysen. Zwar sei die Branche in die Gewinnzone zurückgekehrt, wie die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) mitteilt. Doch die Schadeninflation ist nicht spurlos verschwunden – die jüngste Preisstabilität stehe daher „auf wackeligen Beinen“, wie das Vergleichsportal Verivox schreibt.

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Munich Re übernimmt US-Cyberassekuradeur At-Bay

Die Munich Re ist mit dem US-Cyber-Insurtech At-Bay bereits seit gut zehn Jahren eng verbündet – nun gehen die Münchner einen Schritt weiter: Zu einem Unternehmenswert von rund 575 Mio. Dollar kauft der weltgrößte Rückversicherer den 2017 gegründeten Spezialisten. Als Assekuradeur schützt At-Bay kleine und mittlere Unternehmen vor Cyberangriffen und ist damit ähnlich aufgestellt wie der Allianz-Partner Coalition.

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MÄRKTE & VERTRIEB

GDV fordert verbindliche Sicherheitsregeln bei Micro-Cars

Die Beliebtheit von Micro-Cars oder Moped-Autos auf deutschen Straßen wächst rasant. Nach aktuellen Statistiken der deutschen Kfz-Versicherer waren Ende 2025 rund 46.000 dieser Leichtfahrzeuge haftpflichtversichert. Das entspricht einem Plus von knapp 80 Prozent im Vergleich zu Ende 2022 mit damals noch etwa 26.000 Einheiten. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche einen Zuwachs von rund 8.000 Fahrzeugen. Der GDV fordert nun einen stärkeren Fokus auf die Sicherheit der Insassen.

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Aon: Trotz Hawaii-Hurrikan „Lala“ bleibt weltweite Naturgefahrenbilanz unterdurchschnittlich

Spät kam er, doch er kam: Der erste benannte Sturm der im Juni gestarteten Hurrikansaison hat auf Hawaii erhebliche Schäden verursacht. Die wirtschaftlichen und versicherten Verluste von „Lala“ dürften nach Einschätzung des Makler- und Beratungskonzerns Aon Hunderte Millionen US-Dollar erreichen. Für die Versicherungsbranche gibt es allerdings auch eine gute Nachricht: „Der bisherige Aufwand an Naturgefahrenschäden des laufenden Jahres bleibt auch nach Lala unterdurchschnittlich“, erklärt Thomas Markert von Aon Deutschland gegenüber VWheute. Viele Schäden auf Hawaii sind offenbar auch nicht durch Versicherer gedeckt.

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Ranking: Allianz vertrauenswürdigster Versicherer

Die Versicherungsbranche genießt hierzulande nicht den besten Ruf. Welchen Anbietern es trotzdem gelungen ist, ein hohes Kundenvertrauen aufzubauen, hat das Marktforschungsunternehmen Servicevalue in Kooperation mit dem F.A.Z.-Institut ermittelt. Unter den Versicherern schlägt sich Marktführer Allianz am besten, bei den Direktversicherern liegt die Huk24 vorn. Spezialversicherer, Versicherungsmakler sowie Finanz- und Anlageberater wurden ebenfalls untersucht.  

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Franke und Bornberg sieht Fortschritte bei Wohngebäudepolicen – aber auch viel Luft nach oben

Verbessert ja, aber keineswegs überragend – dieses durchwachsene Bild geben die Tarifwerke der deutschen Wohngebäudeversicherer ab. Das findet zumindest die Ratingagentur Franke und Bornberg nach Auswertung von 373 Tarifen, die sich auf 84 Anbieter verteilen. Nur jeder fünfte Tarif schaffte die Bestnote – zwar verbesserte sich dieser Anteil von 14,3 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 20,4 Prozent. Doch damit es künftig mehr Tarife in die Spitzengruppe schaffen, müssten diese erst um eine „gefährliche Scheinsicherheit“ bereinigt werden, wie die Experten schreiben.

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Yougov-Qualitäts-Ranking: Allianz überholt Huk-Coburg jetzt auch im Direktversicherungsvergleich

Die Allianz kann erneut Nadelstiche setzen gegen ihren Erzrivalen Huk-Coburg. Anlass dazu gibt das aktuelle Qualitätsranking des SZ-Instituts in Kooperation mit den Marktforschern von Yougov. Nachdem die Münchner die Coburger im Vorjahr vom Spitzenplatz in der Kategorie Versicherer verdrängt hatten, gelingt der Führungswechsel nun auch beim Vergleich der Direktversicherungseinheiten Allianz Direct und Huk24.

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POLITIK & REGULIERUNG

Vermittlerverband AfW hofft bei PEPP-Reform auf „überfällige Korrektur“

Das paneuropäische private Altersvorsorgeprodukt PEPP hat die Erwartungen nicht erfüllt – es sei „nahezu vollständig gefloppt“, meint gar der Vermittlerverband AfW. Das Europäische Parlament schlägt nun zahlreiche Änderungen vor, um die 2019 eingeführte Reform doch noch ins Laufen zu bringen. Beim AfW lobt man vor allem die „überfällige Korrektur des Kommissionsvorschlags bei Beratung und Vergütung“.

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Niederländischer Versicherer zieht Notbremse bei China-Autos

Der niederländische Versicherungsverein Univé nimmt für zahlreiche chinesische Fahrzeugmarken keine Neukunden mehr auf. Als Grund nennt der Assekuranz-Riese erhebliche Lücken in der Ersatzteilversorgung, ausufernde Lieferzeiten sowie ein unzureichend ausgebautes Werkstattnetz. Selbst kleinere Blechschäden drohen dadurch zu einem unkalkulierbaren Kostenrisiko zu werden.


Stärkere PKV-Mitfinanzierung der Pflege: Reuther weist Klingbeil-Forderung zurück

Der PKV-Verband hat sich gegen Äußerungen von SPD-Chef Lars Klingbeil positioniert, wonach Privatversicherte stärker an der Finanzierung der Pflege beteiligt werden sollen. „Eine solche Sonderabgabe wäre verfassungswidrig“, entgegnete Verbandsdirektor Florian Reuther in einer Stellungnahme. Die Branchenvertreter haben kürzlich eigene Vorschläge für eine „nachhaltige Pflegereform“ präsentiert.

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Allianz zahlt Millionen für abgebrannte Staatsoperette

Mehr als ein Jahr ist es her, dass ein verheerender Großbrand die ehemalige Staatsoperette im Stadtteil Leuben in Schutt und Asche legte. Nun steht fest, wie viel Geld die Landeshauptstadt aus der Versicherungspolice der Allianz erhält. Die Summe ist zweistellig im Millionenbereich – doch an den Geldregen ist eine konkrete Bedingung geknüpft.


GDV befürchtet höhere Transportschäden durch Rhein-Niedrigwasser

Der Rhein gibt derzeit ein trauriges Bild ab: Niemals seit Beginn der Aufzeichnungen führte Deutschlands größter und wichtigster Fluss so wenig Wasser wie jetzt. Inzwischen befürchtet auch die Versicherungswirtschaft, den Rekord-Niedrigstand in Form erhöhter Schäden zu spüren zu bekommen. Weil Schiffe nur noch mit einem Bruchteil ihrer Ladung fahren, kommt es zu Verlagerungen des Güterverkehrs, etwa auf die Schiene – und das begünstigt Transportschäden, argumentiert der Branchenverband GDV, dem allerdings noch keine Zahlen vorliegen, wie VWheute in Berlin erfragte.

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KÖPFE & POSITIONEN

Allianz Commercial wirbt Emma Woolley von AIG-Tochter ab

Der Industrieversicherer Allianz Commercial betraut die frühere AIG-Managerin Emma Woolley mit der Führung seines globalen Spezialversicherungsgeschäfts und des britischen Marktes. Sie wird die neu geschaffene Position President Global Specialty und UK spätestens im Februar 2027 antreten. Derzeit ist die Britin noch bei der Londoner AIG-Spezialtochter Talbot gebunden, zu der sie im März 2025 von der Muttergesellschaft wechselte.

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Prinz Harrys Rückkehr nach UK wird zum Deckungsfiasko

Prinz Harry ist zurück auf britischem Boden und dominiert die Titelseiten. Weniger glanzvoll sieht es jedoch in seinen Finanzen aus: Eine frische Gerichtsentscheidung fordert Sofortzahlungen in Millionenhöhe für den Prozess gegen die Daily-Mail-Mutter. Die vereinbarte Versicherung deckt den gigantischen Betrag bei weitem nicht ab.

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„In der Theorie trifft Kapitalbedarf auf Kapitalangebot. Aber so einfach ist es in der Praxis eben nicht“

Deutschlands Infrastruktur schreit nach Investitionen, und institutionelle Anleger stehen mit Milliardenkapital bereit. Dennoch kommen Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Der Grund: Es fehlt an standardisierten, „bankable“ Assets und funktionierender Risikoteilung. Welcher Ausweg bleibt und wie Kapitalverwaltungsgesellschaften als Brückenbauer fungieren können, analysiert Christian Moersch, Vorstand bei der zur Signal-Iduna-Gruppe gehörenden Hansainvest Lux.

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BVK: Chatbot-Empfehlungen kein Ersatz für Vermittler-Beratung

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) verwahrt sich dagegen, dass Verbraucher „auf Grundlage von KI-Antworten weitreichende Versicherungsentscheidungen treffen“. Hierfür seien Versicherungsvermittler zuständig, betont der Verband in einer Mitteilung. Künstliche Intelligenz (KI) dürfe nur eine begleitende Rolle spielen, etwa beim Zusammentragen von Informationen.

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