FM kauft Datenspezialisten FortressFire
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Der Industrieversicherer FM übernimmt das Analyse-Start-up FortressFire. Die Kalifornier operieren künftig als unabhängige Tochtergesellschaft. Hinter dem Zukauf steht das Bestreben der Branche, von pauschalen Rückzügen aus Waldbrandgebieten zu einer genaueren Einzelbewertung überzugehen. Finanzielle Details zum Geschäft sind nicht bekannt.
FortressFire wurde im Jahr 2020 von Michael Ashker, John Wall und Robert Burnham im kalifornischen San Mateo gegründet. Ashker ist Chairman und Chief Executive Officer. Das Unternehmen entstand als direkte Reaktion auf die Krise am US-Versicherungsmarkt. Steigende Temperaturen und anhaltende Trockenperioden haben die Schäden durch Waldbrände in den vergangenen Jahren erhöht. Vielerorts führten die Summenverluste dazu, dass Versicherer Policen in gefährdeten Gebieten nicht mehr verlängerten oder die Prämien drastisch anstiegen.
Das Start-up verspricht, Brandrisiken für einzelne Gebäude genau zu bewerten, anstatt ganze Postleitzahlengebiete pauschal als unversicherbar einzustufen. Durch eine datenbasierte Selektion auf Objektebene sollen die Risiken präziser eingegrenzt werden. Dazu kombiniert die Unternehmensplattform Luftaufnahmen, Objektinspektionen vor Ort sowie mathematische Simulationen der Brandausbreitung.
Neben Software-Ingenieuren und KI-Experten beschäftigt FortressFire Fachleute für Brandphysik und Katastrophenmodellierung sowie ehemalige Feuerwehrleute.
Nach der Übernahme wird FortressFire unter bisherigem Namen und Führungsteam agieren. Die Dienstleistungen – von der laufenden Gefahrenüberwachung bis zur Bewertung von Präventionsmaßnahmen – stehen Erstversicherern, Rückversicherern, Maklern, Kreditgebern und Immobilieneigentümern offen.
Autor: VW-Redaktion
