Verivox: Mehrheit der Autofahrer muss mehr für die Kfz-Versicherung zahlen

Vor allem die steigenden Preise für Ersatzteile treiben die Kfz-Versicherer stark um. (Bildquelle: R+V/iStock)

Bundesbürger mussten 2025 für ihre Kfz-Versicherung tiefer in die Tasche greifen als je zuvor. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox zeigt: Für rund 60 Prozent der Versicherten stiegen die Beiträge im vergangenen Jahr spürbar an. Besonders pikant: Bei weiteren 22,3 Prozent der Kunden gab es eine „versteckte“ Preiserhöhung.

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schreibt die Kfz-Sparte 2025 endlich wieder schwarze Zahlen. Doch der Preis für die Sanierung der Bilanzen ist hoch – und wird direkt an die Autofahrer weitergereicht. Eine Auswertung von über 1.000 Datensätzen durch das Institut Innofact zeichnet ein klares Bild der aktuellen Kfz-Versicherungslage:

  • Der direkte Aufschlag: 60 % der Kunden zahlten 2025 mehr als im Vorjahr.
  • Die Null-Runde als Falle: Über 22 % profitierten nicht von ihrer unfallfreien Fahrt (SF-Klasse), da die Grundpreise parallel angehoben wurden.
  • Vollkasko als Preistreiber: Mit 65 % Erhöhungsquote ist der Rundum-Schutz das teuerste Pflaster.

Weitere Erkenntnis: Bei rund der Hälfte der untersuchten Vollkaskotarife sind E-Autos mittlerweile teurer versichert als vergleichbare Verbrenner. Unter gleichen Bedingungen können die Beiträge für Stromer demnach bis zu 44 Prozent höher ausfallen, VWheute berichtete.

Die Gründe für die Preisspirale laut Verivox: Die Versicherer machen die Automobilhersteller verantwortlich. Die Kosten für Reparaturen und Ersatzteile steigen seit Jahren überdurchschnittlich. Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist der sogenannte Designschutz. Besonders teuer sind die Reparaturen für Elektroautos. Ferner argumentieren die Versicherer mit einem Nachholbedarf: Die massiven Preiserhöhungen der letzten zwei Jahre zeigen nun ihre volle Wirkung in den Budgets der Anbieter.

Welche Vornamen beim Preis eine Rolle spielen, hat Verivox kürzlich ebenso ermittelt.

Autor: VW-Redaktion